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511
Ich habe eine grosse Reihe derartiger Anthrolazofarbstoffe dargestellt , indem ich in der iiblichen Weise Liisuiigen der diazotirten
Basen I) oder ihrer Sulfosauren 2, niit alkalischeri Losungen von Anthrol
zusammenbrachte. Die Reaktionen verlaufen iiberall genau wie in
der Naphtolreihe unter Bildung unloslicher Farbstoffe wenn man von
den Basen, wasser- oder alkoholliislicher, wenn man von den Sulfosauren der Baseii ausgeht. Namentlich die in letzterer Art gebildeten
sowie die durch nachtrhgliche Sulfonirung der unliislichen entstandenen
Azofarbstoffe farben Wolle und Seide direkt und nieist recht schiin
an. Die Farbentiine sind denen der entsprechenden Naphtolfarben im
Allgemejnen sehr ahnlich und liegen meist zwischen Blutroth und
einem schiinen Rothbraun.
Begreiflich bildet das Anthrol nur ein Glied einer Gruppe von
Anthracenderivaten, die man nun mit Diazokiirpern paaren kann, und
auf die ausfuhrlicher zuruckzukommen ich mir vorbehalte. Beispielsweise fiihre ich nur noch a n , dass wir isomere Dioxyanthracene (das
friiher von mir beschriebene Chrysazol und Rufol sowie zwei neuerdings von mir aus Anthracendisulfosauren, welche selbst wieder aus
den beiden technisch benutzten Arithrachinondisulfosauren rnit Zinkstaub
und Ammoniak reducirt waren dargestellte Dioxyanthracene) analoge
Azofarbstoffe liefern.
B e r l i n . Organisches Laboratorium der techn. Hochschule.
100. E. M u l d e r und H. G. L. v a n d e r M e u l e n : Beitrag
Bur
thermochemischen Kenntniss des Ozon.
(Eingegangen am 14. Februar.)
Vor ungefiihr
10 Jahren wurde durch einen von uns fur die Umsetzungswarme von 3 Molekiilen gewiihnlichen Sauerstoff in 2 Molekiile
Ozon ( 3 0 0 = 2000) als Minimum -440OOc angegeben3). B e r t h e l o t 4, hat nun unlangst versucht diese Constante zu bestimmen,
und zwar fiihrt einer seiner beiden Versuche zum Werth von -4700OC.
I m Folgenden sollen verschiedene Reihen von Versuchen daruber mitgetheilt werden (auch solche mit Platinmoor, welches die Eigenschaft
besitzt, Ozon in gew iihnlichen Sauerstoff umzusetzen), und wir beginnen
mit einer Reihe, die aiif der Gleichung beruht:
As2 O3 aq, 0 0-As2 O3 aq, 2 0 0 0 = 0 0 0 0 0 0.
Anilin, Toluidin, Xplidin, Cumidin, Anisidin u. s. w.
Sulfanilslure, Naphtplaminsulfosauren, Amidoazobeneolsulfosiuren u. 6. w.
3) Scheik H a n t v a n Mulder, Dee1 I1 (1871), p. 186, 189.
4) Compt. rend. t. 82, 128. Essai de Mecanique Chimique par B e r t h e l o t ,
T.I 221, T. I1 366.
1)
2)
512
S a c h B e r t h e l o t sol1 angenommen werdcn:
ASa 0 3 aq 00 = 78280'.
Rei der vori B e r t h e 1o t angewandten Methode , die Werthe von
As2 0 3 aq 2 0 0 0 zii bestimmen, wurdcn folgende Modificationel: angebracht:
1) Der ozonhaltige Sailerstoff' wurde aus dein Entwickelungsapparat in einen gl$sernen, niit Wasser gefillten Gasometer und von
d ort in deii cii 1orim e t r isch en GIask olben gel pit et .
2) Das Einlcitungsrohr war an seiner Miindung in den Kolbcn
mit vielen Haarriihrchen versehen.
3) ])as Abflussrohr des calorimetriseherr Kolbens stand niit einein
Aspirator in Verbinduiig.
4) Die arsenipe Siiure war in Wasser ohne SalzsAnre aiifgeliist.
5 ) Es wurde mit einer Auflijsung voii CJod in ,Jodkaliiiniliisuiig
titrirt.
Der Wertli VOII As2O3aq 'I 00 0 wurde nach der Porrriel It = 'Lm
f
( b + p) (1 berechnet. Darin brdeutet 1) das Gewicht dcr Aufliisuiig
in Graninien, p die Wassenverthe von Thermometer, Absorptiorisgeniss
und Gla.skolben , (1 die Temperaturdifferc,nz in Graden Celsius vor
und riach den1 Versuch, f die Yengt! clcs durch die arsenige Saure verbrauchtexi Ozon in Gr:imineii, in das Molrkulargewiclit von Ozon (48),
R die Aiizahl Calorien her~chnetauf As2 0,aq 2 0 0 0 Die specifische
Wgrme der Liisung wurde = 1 angenommen.
I I I d e n fulgendeii Vcrsrichen war
I
I1
111
I)
564.878
601.778
579.778
.
.
.
P
16.3
18.3
18.3
(1
f
R
133000
. 0.275 .
. 0.5 .
0.11558
0.19788
141Fi00
. 0.34 . 0.14308
145000.
Hiiclist wahrscheinlich wnrde in Versuch I der ozoniialtige Sauerstoff zu schnell dnrchgeleitet (ungefahr 9 L in drei Minuten), anch
underer Umstgnde halber ist deiriselben nicht der Wrrth zuzuerkumen
wie deni Versuch I1 und 111, wie aus anderen. spgter rnitzutheilenden
Versuchsreihcn hervorgcht.
B e r t h e 1o t fand in zwei Versuchrn :
I AsaO:(aq 2000 = 13760OC
= 125600C
11
. - _ _ ._ - __
>)
Mittel . . 331600'.
Diese Ergebnisse fiihrcn zu:
0 0 0 0 0 0 = -47320'
- --jg:j.30'
__
)
.
~
Mittel
. -53330'.
513
Von B e r t h e l o t wurde der meiste Werth auf das Resultat 137600"
fur As203 aq 3 0 0 0 gelegt. Schliessen wir das Ergebniss von Versuch I aus, so fiihrt das von
11 A s ~ O ~ a q 2 0 0=
0 141600 zu 00 00 00 = -63320O
111
>>
= 145000 ))
>
= -66720'
Mittel . . 143300
-64820".
Auch in unsern Versuchen muss vor Allem Zutrauen zum grijssten
Werth gehegt werden, also zu dem von 145000" fur As203aq 2000.
Wir behalten uns vor, auf diesen Gegenstand noch naher zuriickzukommen.
U t r e c h t , 13. Februar 1882.
101. J. Ponomareff: Ueber Cyan- und CyanurslureMher.
(Vorlaufige Mittheilung).
(Eingegangen am 2. Mirz.)
I n dem ersten Hefte dieser Berichte (XV. 69) theilt E. M u l d e r
seine Beobachtungen uber die Einwirkung von Bromcyan auf Natriumaethylat mit. Ich bin seit langerer Zeit mit demselben Thema beschaftigt und erlaube mir daher meinerseits eine vorlaufige Notiz iiber
denselben Gegenstand zu machen, umsomehr, da meine Beobachtungen
unter anderen Bedingungen gemacht wurden und die Beobachtungen
Mu 1 d e r ' s theilweise erganzen.
Das Ziel meiner Untersuchungen ist , die Isomerie der neutralen
und sauren Cyanursaureather, welche sich aus den Salzen der Cyanur
saure ableiten, und welche sich bei der Einwirkung von Brom
cyan auf Natriumathylat bilden , naher zu studiren. Meine Versiiche
sind noch lange nicht abgeschlossen; ich beschranke mich hier auf die
kurze Mittheilung allgemeiner Resultate, wobei ich etwas ausfiihrlicher
die Einwirkung von Bromcyan auf Natriumathylat besprechen will.
Da A. W. H o f m a n n ' s l ) Untersuchungen gezeigt haben, dass
bei der Einwirkung von Chlorcyan auf Natriumathylat in alkoholischer
Lijsung die Reaktion sich durch Bildung der amidirten Cyanursaureather verwickelt, so nahm ich, um dies zu vermeiden, eine atherische
Losung von Bromcyan. Setzt man bei 220O getrocknetes und fein gepulvertes Natriumathylat zu einer atherischen Bromcyanltisung, so erwarmt sich die Mischung bis zum Kochen. Deshalb ist anzurathen,
den Kolben mit der Mischung durch Eiswasser zu kuhlen. Nachdem
I)
Diese Berichte 111, 271.
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