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etwas Alkali zugesetzt ist, zu erhitzen, denn es ware ja denkbar, dass
auch cine Spur Anilin als Base, wenn auch weniger energisch wie
Anleisenskure als Saure, die Zersetzuiig einleiten kiinnte. Man miisste
also durch iifteres Umkrystallisiren ein absolnt reiiies Produkt zu erlangen suchen , einc Aufgabe, die gerade beim Formanilid keine ganz
leichte sein wird.
EY bedarf aber vielleicht garnicht mcthr cines solc,lien Versuches.
Der Umstand, dass ameisensaures Anilin bei zunehmender Verdiinnung
mit Wasser immer noch Anilidbilduqg zeigte, eine 0.5 procentige
Ameiseiisaure 2. 13. mit der aquiralenten Menge Anilin nach geuiigend
langer ErwLrmung eine erliebliche Slureabnahnie ergab? lasst vermuthen, dass auch noch verdiinntere Liisungen bei entsprechend langer
Erwarmung dies thun werden. Nine durch die direkt zersetzende
Wirkung des Wassers allein bedingte Grenze, die man doch in diesel
Richtung zu suchen hiitte, wird uberhaupt garnicht existiren. d. h.
reines Formanilid wird ebensowenig wie Acetanilid hei der Temperatur
seiner Bildring durch reines Wasser zersetzt werden.
B e r l i n , im November 1YY-2.
630. A. M i c h a e l i s und A. R e e s e : Ueber aromatische Antimon-
verbindungen und eine neue Bildungsweise aromatischer Arsenverbindungen.
[Mittheilung ails dem organischen I~boratoriumdcr technischen Hochs~liule
zu Aacheii,]
(Eingegangeri arn 1. December.)
I n einer friiheren Mittheilung haberi wir gezeigt, dass durch Einwirkung von Natrium auf ein durch Aethcr verdiinntes Gemisch von
Rrombenzol und Phosphorchloriir, Triphenylphosphin in rcichlicher
Menge gebildet wird. In iiliitliclicr \Veise lassen sieh auch T r i p h e n y l a r s i n und T r i p h e n y l s t i b i n erhalten. Trl'igt man Natriurn in ein
Gemiscli von Arsenchloriir , Rrombenzol und Aether ein , so erwarmt
sich dieses sogleich, so dass man durch Einsetzen des Gefasses in
kaltes Wasser kiihlen muss. Nach einiger Zeit zeigt sich das Natrium
lebhaft angegriffen und beim Verdunsteii des Stherkchen Piltrats hinterbleibt eine iilige, bald krystalliniscli erstarrende Masse, die dnrch einmaliges Umkrystallisiren aus heissem Alkohol reines Triphenylarsin
liefert. Aus 19 g Arsenchloriir erhielten wir 23 g reines Arsin. Erhitzt man letzteres mit iiberschiissigem Arsenchloriir im zugesclimolzenen Rohr liingere Zeit a u f 25O0, so erhalt man glatt Monophenylarsenchloriir : (C, H S )As
~
2 A s Cla = 3 CS€15 As Clz.
Aus letzterem aber lassen sich die meisten cler friiher bcschriebenen aromatischen hrsenverbindiiiigeit erlialten, so dnss diesc jetzt
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leicht. und nur unter Anwendung der gewohnlich in chemischei: Laboratorien vorhandenen Praparate dargestellt werderi kiinnen.
Ebenso leicht gelingt die Darstellung aroniatischer Antirnonverbindungen. Antirnonchloriir und Brouibenzol werden irn entsprechenden Verhiiltniss in Benzol geltist, das Ganze mit einem Ueberschuss
von Natrium versetzt und dann llngere Zeit am Rlckflusskiihler erhitzt. Beirn Abdestilliren des Filtrats hiuterbleibt eine iilige Fltissigkeit, die nach einiger Zeit krystallinisch erstarrt und das nahezu reine
St.ibin darstellt. Es wird durch Auswaschen mit verdiinnter Salzshure
und Urnkrystallisiren aus vie1 Alkohol gereinigt und bildet dann farblose oder schwach gelbe Hltittchen yon nur schwachern unangenehmem
Geruch. Diese schmelzen bei 48O und sind in Aether, Benzol, Chloroform, Eisessig leicht, in Alkohol schwer, in Wasser und auch in
Salzslure unloslich. Voraussichtlich wird man aus dern Triphenylstibin durch Erhitzen mit Antirnonchloriir leicht das Mono- und Diphenylantimonchloriir I) erhalten und damit die Darstellung aller aromatischen Antimonverbindungen ermijglicht werden.
Wendet man bei der Eiuwirkung von Natrium auf Brombenzol
und Antirnonchloriir ersteres nicht im Ueberschuss a n , so erhiilt man
ein Gernisch der Brom - und Chloradditionsprodukte des Stibins,
(c6H5)!jSbBra und (C~H5)3SbClz:
SbCla
3CsHsBr
4 N a = (CsH5)aSbBrz 3 N a C 1 + N a B r
SbC13 + 3CsHgBr + 4 X a = (C~H&SbC12 3 N a B r + NaC1.
Diese Verbindungen besitzen ein ausgezeichnetes Krystallisationsvermiigen und kiinnen auch leicht aus dern freien Stibin durch Einwirkung von Chlor oder Brom erhalten werden.
D e r glatte Verlauf der beschriebenen Reaction eroffnet eine weite
Perspective. Sehr wabrscheinlich wird man entsprechend derselben
leicht ein Triphenylbismuthin, ein Triphenylborin, Siliciurntetraphenyl
u. s. w. erhalten und auch die Darstellung einiger arornlttischen Metallverbindungen steht in Aussicht. So haben wir schon festgestellt, dass
durch Erhitzen von Quecksilberchlorid, Brornbenzol und Natriurn (unter
L s a t z von Benzol) Qnecksilberdiphenyl gebildet wird.
Wir sind damit beschaftigt das angedeutete Gebiet ausfiihrlich zu
untersuchen und rnochten uns durch diese vorlhfige Mittheilung die
Bearbeitung desselben auf einige Zeit reserviren.
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1) Ich habe frtilier vergeblich die Darstellung dieser Verbindungen dnrch
Einwirkung von Quecksilberdiphenyl auf Antimonchloriir versucht. Es bildet
sich wohl Quecksilbermonophenylchlorid, aber ein Phenylant.imonchloriir konnte
ich nicht fassen. A. M.
A a c h e n , irn November 1882.
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