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800.
Ad. Claus and P. K i i t t n e r : Zur Kenntniss der
Chinolin-o-aulfom&Lure.
[Mitgetheilt von Ad. Claua.]
(Eingegangen am 14. April.)
Im Anschluss ad die in vorstehendem Aufsatz mitgetheilte Untersachung iiber Derivate der Chinolin-p-sulfondure hatten wir die Absicht, auch verschiedene Betai'ne der C hinolin-0-sulfonsaure darzustellen
und dieselben einem vergleichenden Studiurn zu unterziehen. Bei den
hierauf beziiglichen Versuchen hat sich nun das ebenso i i b e r r a s c h e n d e ,
wie i n t e r e s s a n t e Resultat ergeben, daas im Gegeasatz zu der
L e i c h t i g k e i t , mit der die Chinolin -p-sulfonsiiure Betake bildet,
aus d e r o-Sulfonsaure Betai'ne, wenigstens auf dem gleichen
Wege, wie aus der ersteren, i i b e r h a u p t n i c h t e r h a l t e n w e r d e n
k6nnen.
Jodiithyl, iiberhaupt Halogenalkyle, wirken auf das trockne Silbersalz der Chinolin-o-sulfonsaure erst beim Erhitzen iiber 150° C. im
geschlossenen Rohr ein. Bei den Versuchen mit Jodiithyl musste
einige Zeit auf 2000 C. erhitzt werden, um eine vollsthdige Umsetzung
zu erzielen. Beim Ausziehen des Riihreninhaltes mit Aether bleibt
neben geringen Mengen freier OrthosulfonsHure nnr J o d s i l b e r zuriick,
und aus der iitherischen Liisung hinterbleibt nach dern Eindunsten eine
gelb gefiirbte Krystallmoese, die durch Umkrystallisiren, am besten
aus Chloroform, gereinigt und in Form farbloser, zu Biischeln
gruppirter Nadeln erhalten wird. Sie schmelzen bei 660
(unwrr.),
sind in Alkohol, Aether, Chloroform etc. leicht loslich , werden dagegen von kaltem Wasser nicht geliist. Beim Eocben mit Wasser
lbsen sich die Krystalle allmiihlich auf und aus der erkalteten Liisung
krystmllisirt die Chinolin-o-sulfonslure aus. Offenbar ist die Verbindung
Nichte anderes als der Ae t h y 1e s t e r dieser Saure und dementeprechend
wird sie auch beim Erwiirmen mit Barythydrat schnell zum Barytsalz
verseift.
Die Verbrennung des iiber Schwefelsaure getrockneten Esters
fiihrte zu folgenden Zahlen:
Gefunden
Ber. fir CsHsN. S O s G b
C
55.71
55.61 pCt.
H
4.41
4.03
h nach dem Kochen mit Wasser durch Neutralisation rnit Baryt
erhaltene Barytsalz ergab:
Ber. fiir (GHsN S OdsBa
Gefunden
Ba
27.89
28.01 pCt.
Derselbe Ester wird rnit g l e i c h e r S i c h e r h e i t auch nach der
gewb h nlich e n Darstellungsweise durch Einleiten von Salzsiiure:
c.
I
61
926
gas in die alkoholische Liisung der o-Sulfoneiure erhalten; und a l l e
u n s e r e Versuche, den auf die eine oder andere Weise dargestellten
Ester zu dem i s o m e r e n B e t a i ' n umzulagern, eind r e s u l t a t l o s g e b l i e b e n . Man wird demnach coiistatiren miissen, dass die Chinolinp - s u l f o n s a u r e n u r B e t a i ' n e und k e i n e E s t e r , die isomere
o - S u l f o n s h u r e dagegen n u r E s t e r und k e i n e B e t a i ' n e zu bilden
vermag; und diese Thatsache muss allerdings von h e r v o r r a g e n d e m
I n t e r e s s e erscheinen, sie verspricht einen neuen Einblick in die Isomerieverhaltnisse der Abkommlinge des Chinolins und andererseita
vielleicht auch in die Natur der B e t a k e zii gestatten. Jedenfalle muse
sie zur weiteren Verfolguug dieser Untersucbungen i n den verschiedensten Richtungen auffordern, die ich mir hiermit vorbehalte.
Uebrigens sclieinen die beiden genannten Sulfonsauren des Chinolins auch noch in a n d e r e r Beziehung in ahnlicher Weise wesentliche Unterschiede in ihrer Reactionsfahigkeit zu zeigen.
So ist es zutn Beispiel bci der fruher kurz erwahntenl) Untersuchung uber die Chinolin-p-sulfonslure mir und H a p p n i c h t gelungen, das Chlorid dieser Saure zu erhalten ; wahrend nach unseren
Versucheii das Chlorid der C h i n o l i n - o - s o l f o n s a u r e m i t L e i c h t i g k e i t durch Einwirkung von Phosphorpentachlorid aus der Saure selbst,
wie aus ihren Sitlzen dargestellt werden kann. Dasselbe bildet in
Alkohol, Aether, Chloroform etc. leicht liisliche, farblose Krystallnadeln,
welclie bei 1.240 C. (uncorr.) schnielzen und von Wasser nur langsam
zersetzt werden. Bei dcr Analyse dieses Chlorids erhielt Hr. K i i t t n e r
folgende Resultate:
Gcfunden
Bcr. f. C:,RsN. SOsCl
c 48.14
47.5 pct.
H
2.97
2.63 D
Auch die Einwirkutig nitrirender Ageiitien und die Einwirkung
ron Brom etc. scheint sich fur beide Sauren in wesentlich verschiedener
Weise zu gestalten. Schliesslich sei erwahnt, dass wir auch die
Chinolin-m-sulfonsaure in den Kreis dieser rergleichenden Untersuchungenagezogen haben.
F r e i b u r g , in] April 1 8 X G .
-
*) Diese Bericlite XYIII, 3 G G .
-
H a p p , Inniig.-Dissert., Freihurg i./B. 1854.
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