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Bericht uber Patente
von
Ulrioh Saohse.
Berlin, den 25. M&rz 1892.
Verfahren nnd Apparate, allgemeine. A. R i e k m a n n i n
L o n d o n . V o r r i c h t u n g z u r e l e k t r o l y t i s c h e n Z e r l e g u n g von
S a l z l o s u n g e n . (D. P. 60755 vom 7. April 1891, El. 75.) Die
positive Elektrode besteht aus Gasretortenkohle, die sich durch geeignete Vorrichtungen innerhalb einer Glocke hoher oder tiefer stellen
Iasst. Letztere wird in schriiger Stellung auf die aus einem Drahtnetz bestehende negative Elektrode gesetzt und ist von dieser durch
ein Diaphragma getrennt. In Folge der Schragstellung liisen sich
die entstehenden Gasblasen von der negativen Elektrode besser
ab. Die ganze Vorrichtung befindet sich innerhalb eines Gefiisses,
das die zu zersetzende Liisung enthalt. Letztere wird auch in die
Glocke gefiillt, doch so, dass das Fliissigkeitsniveau innerhalb der
Glocke sich iiber dem Niveau der iiusseren Fliissigkeit befindet, infolgedessen eine Durchbiegung der negativen Elektrode nach oben
durch das sich entwickelude Gas unmoglich gemacht wird. Der
Inhalt der Glocke communicirt mittelst Hebers mit dem eines besonderen Gefasses. Sinkt aus irgend einer Ursache das Niveau der
Fliissigkeit in der Glocke, so sinkt auch die Fliissigkeit im letztgenannten Gefiiss ; ein von einem Hebel getragenes Gewicht folgt diesem
Niedergang und unterbricht den elektrischen Strom durch Oefiung
des Quecksilbercoiitactes.
0. E. He y 1 in C h a r l o t t e n b u r g bei Berl i n.
Verfahren
e u r H e r s t e l l u n g von I s o l i r m a s s e fiir e l e k t r i s c h e L ei t ungen.
(D. P. 60162 vom 6. April 1890, K1. 21.) Eine isolirende Triinkungemasse fiir die Umspiunung von elektrischen Leitungen wird gewonnen
durch wasserfreie Verseifung verschiedener Oele, Harze und Kohlenwasaerstoffe, welche bei sehr hohen Warmegraden geschieht. Die in
der Masse enthaltenen nach Menge und Art genau bestimmten
349
Siiuren werden durch geeignete Basen gebunden. Die Isolirmasse
sol1 durch grosse Haltbarkeit, Geschmeidigkeit und elektrische Widerstandsfahigkeit sich anszeichnen.
E. O r t e l l i i n C a d e n a b b i a (Italien). M i t C h l o r g a s g e s p e i s t e s
g a l v a n i s c h e s E l e m e n t . (D. P. 60806 vom 16. December 1890,
K1. 21.) In einem aus undurchlassig gemachtern Holz oder einem
anderen geeigneten Stoff besteheuden Gefiiss befindet sich ein Kohlenbehiilter, der eine in Ammoniumchloridliisung eingetauchte Zinkplatte
umschliesst. Zwischen dern Kohlenbehalter und den inneren Wandungen des iiusseren Gefasses sind freie Raume oder Kammern, i n
welchen Chlorgas frei umstriimen kann.
0.Vogel in D r e s d e a . E l e k t r o d e n fiir e l e k t r i s c h e S a m m l e r . (D. P. 60742 vom 25. Juni 1891, K1. 21.) Die Elektroden
werden aus Holzstoff- oder Cellulosepappe hergestellt , welche durch
Beimischung 'ton wirksamer Masse aufnahmefiihig fiir elektrische
Energie und durch Unterlsge von Bleifolie stromleitend gemacht ist.
C. H e c k m a n n in B e r l i n . V a c u u m - V e r d a m p f a p p a r a t . (D.
Der Verdampfer igt nach Art
der MehrkBrper-Verdampfer eingerichtet.
P. 60588 vom 6. Mai 1891, K1. 53.)
Kohlensanre. A. R n o o p in Minden [Westfalen]. Verfahren
und A p p a r a t
e u r D a r s t e l l u n g V O R K o h l e n s i i u r e aus
Mineralien. (D. P. 60460 vom 30. Januar 1891, Kl. 12.) Der
Apparat ist ein mit stehenden Retorten ausgestatteter Gliihofen. Die
rnit den zu calcinirenden Mineralien anzufiillenden, stehenden Retorten
befinden sich in je einem Schacht, der von einem spiralfiirmig gewundenen Heizcanal umgeben ist. Der Zwischenraum zwischen der
Retorte und der Schachtwandung ist mit Asbest ausgefiillt. I n die
Retorte ist central ein Rohr eingehiingt, damit die Mineralien nur in
dunner Schicht die Retorte passiren k a n n e n , wie dies in analoger
Weise bei den S c h a t t e n Gliihiifen fur Knochenkohle geschieht. Die
Mineralien werden in dem Schiittraum durch die entweichende hpisse
Kohlensiiure vorgewiirmt, passiren in gewiinschten Zeitraumen die
Retorte und verlassen dieselbe als leicht bewegliche feinkornige,
sandige Masse.
letalle. A. I m b e r t und G. T u l l i e n in Paris. V e r f a h r e n
e u r H e r a t e l l u n g von Metallbliicken a u s u n g e s c h m o l e e n e m
Metall. (D. P. 60268 vom 8. Januar 1891, Kl. 18.) Um aus unge-
schmolzenem Metall, welches direct durch Reduction von oxydischen
Erzen erzeugt ist, sogleich schmiedbares und schweissbares Metall zu
gewinnen, wird dasselbe mit Hiilfe eines auf einem Rollengange
laufenden , luftdicht Ferschlossenen Kastens in gliihendem Zustande
350
von dem Erzeugungsapparate her unter eine Presse gebracht , hier
verdichtet und dann abgekiihlt.
Fr. S i e m e n s in D r e s d e n . F l a m m o f e n z u r H e r s t e l l u n g
von Flusseisen, zum Scbmelzen von Metallen, s o w i e zum
G l i i b e n u n d R i i s t e n v o n E r z e n . (D. P. 59930 vom 29. October
1890, K1. IS.) Das Ofengewslbe ist mit dem Herd nur durch einzelne
auswechselbare Tragstiicke, zwischen denen ein nach dem ganzen
Umfange des Ofens oerlaufender Schlitz freibleibt, verbunden. Es
entstebt auf dieee Weise ein Ofen mit offener Zone, durch welcbe
Loft zu dem auf dem Herde befindlichen Material striimen und durch
welche die Bescbickung ron Zuscblagen leicht bewirkt werden kann.
J. D. D a n t o n in Paris. V e r f a h r e n z u r H e r s t e l l u n g v o n
R o b e i s e n . (D. P. 60265 vom 23. Mai 1890, K1. 18.) Die gekornten
Erze lasst man behufs Reduction und Kohlung in einem mit perforirten
Wandungen versehenen und von einem Mantel umgebenen Ofen von
kohlenoxydhnltigen Gasen durchziehen. Darauf erst werden dieselben
in einem Schachtofen niit den Liblichen Zuschlagen niedergeschmolzen.
Um das auf diese Weise gewonnene Eisen zu frischen, werden beim
Abstechen Luftstrahlen gegen das ausfliessende Eisen geblasen.
W. S t a h l in N i e d e r f i s c h b a c h bei K i r c b e n a/Sieg. Verfahren zur Gewinnung von Kupfer und verhiittbaren
eiseo- u n d m a n g a n h a l t i g e n E x t r a c t i o n s r i i c k s t a n d e n %US
a r m e n K u p f e r e r z e n . (D. P. 60409 vom 7. Mai 1890, K1. 40.) Die
zerlrleinerten und oxydirend gerosteten armen Kupferkiese werden
mit schwach saurer cblormagnesiumhaltiger Lauge versetzt iind dem
Verwitterungsprocess iiberliefert.
Nach vollendeter Verwitterung,
d. i. nach der Chlorirung Ton Kupfer unter gleichzeitiger Bildiing
von Magnesiumsulfat wird die Masse ausgelaugt.
Das Kupfer wird
aus den Laugen durch Cementation niedergeschlagen und die Extractionsriickstande werden wegen ihres hohen Eisen- und Mangangebaltes
ziir Darstellung oon Spiegeleisen rerweudet. Die chlormagnesiumhaltige Lauge kann aus den entkupferten magnesiumeulfathaltigeo
Laugen durch Cblornatrium oder Chlorcalcium wiedergewonnen werden.
H. C l a u s in T h a l e a/Harz. P u d e r m a s c h i n e . (D. P. 60415
rom 1. Mai 1891, El. 48.) Die zu bestreuenden Gegenstiinde werden
auf einem endlosen Metallsieb unter einem Streusieb fortgefihrt, durcb
welches ibnen das aus einem mit Riihrer und Stelklappen versehenen
Scbiitttrichter zugefiihrte Pudermebl, mittelst kreisender Biirsten
gleichmassig vertheilt, iibermittelt wird , wilhrend die griiberen Riickstiinde in Folge schraubenf6rmiger Anordnung der Biirsten aus dem
Biirstensieb seitlich herausbefardert werden.
351
Glas nnd Thonwaaren. P. S i e v e r t in D e u b e n bei Dresden.
V e r f a h r e n zur HerRtellung von G l a s g e g e n s t a n d e n m i t
M e t a l l e i n l a g e n . (D. P. 60560 vom 9. Mai 1891, Kl. 32.) Das im
Patente 46275 l) beschriebene Verfahren der Herstellung von a l a s gegenstanden rnit Metalleinlagen wird dahin abgelndert, dass zunachst
die Form mit Wellen, Streifen oder Mustern aller Art ausgestattet
wird, deren obere Kanten die Auflegepunkte fiir die einzuschliessende
Metalleinlage bildet. Nach dem Auflegen der letzteren wird die
fliissige Glasmasse in die Form gebracht, wobei die in die Muster
eindringende Glasmasse die Metalleinlage soweit hebt, dass nach Herstellung des Olasgegenstandes die Metalleinlage vom Glase eingeschlossen ist. Es brauchen also nicht mehr wie friiher (siehe 46278)
ewei Glasschichten hergestellt und rnit einander rerbunden werden.
K r u t i n a & M i i h l e in M a l s t a t t bei S a a r b r t i c k e n . V e r f a h r e n z u r H e r s t e l l u n g v o n k i i n s t l i c h e m S a n d s t e i n . (D. P.
60306 vom 20. Februar 1891, K1. 80.) Sand, Sandsteinabfalle und
Hochofenschlacke werden mit Portlandcement und Soda gemischt,
worauf die mit Wasser angefeuchtete Mischung in Formen gestampft
wird.
Organische Verbindnngen, verschiedene. F. W. L e f e l m a n n in B e r l e b u r g (Westfalen). A p p a r a t z u r V e r w e r t h u n g
d e r b e i d e r V e r k o h l u n g d e s H o l z e s e n t w i c k e l t e n Gase.
(D. P. 60520 vom 16. Juni 1891, Kl. 12.) D e r Apparat bewirkt
eine aufeinanderfolgende Condensation bezw. Scheidung der einzelnen Destillationsproducte im Gegensatz zu den bisher iiblichen
Verfahren, die auf einmal abgeschiedenen Stoffe durch wiederholte
Destillation von einander zu trennen. Zu dem Behufe gelangen die
Destillationsgase zunachst in einen Raum, woselbst sich der Theer
abscheidet. Vervollstandigt wird diese Abscheidung noch durch
einen mit Kiesbelag versehenen Siebboden, durch mittelst Wasser gekiihlte Rohren und einen rnit Holzkohlen gefiillten Theerabscheider,
welche Vorrichtungen die Gase nacheinander passiren. Die nicht
condensirten Stoffe gelangen hierauf in einen rnit Kalkmilch gefiillten
Bebllter, woselbst die Essigsaure gebunden wird. Die weitere Scheidung der Gase geschieht in einer Siebcolonne mit Riickflusskiihler in
der Weise, dass die in der Siebcolonne gewonnene Fliissigkeit sich
i n einen untern Raum derselben sammelt und von dort mittelst eines
Hahnes in einen weiteren Behalter abgelassen werden kann. Letzterer
ist zum Heizen eingerichtet, sodass der aus der condensirten Fliissigkeit ausgetriebene Methylalkohol wieder in die Colonne und den
1)
Diese Berichte XXII, 3, 212.
Kiihler eintritt, dieselben im Gegenstrom passirt, um nach einer besondern Condensation gefiihrt zu werden.
(3. M. M o w b r a y in N o r t h e t d a m s (Massachusetts V. St. A,)*
V e r f a h r e n z u r H e r s t e l l u n g von N i t r o c e l l u l o s e . (D. P. 60595
vom 23. December 1890, K1. 78.) D a beim Nitriren von Cellulose
auf der Oberfliiche derselben sich ein pergamentartiges Hautehen von
Nitrocellulose bildet, das die weitere Einwirkung des Siiuregemisches
erschwert, so sol1 nach vorliegender Erfindung die weitere Einwirkung
der Siiure auf folgende Weise erreicht werden. Man weicht die za
nitrirende Cellulose in einer Salz- (am besten Salpeter-)Lijsung eie
und lasst die in die Zellen eingedrungene LBsung krystallisiren. Beim
nachfolgenden Nitriren ist dann die angreifbare Obedache derartig
vergriissert, dass die Nitrirung, unterstutzt durch die aus dem Salpeter
in Freiheit gesetzte Salpetershre, eine vollstiindige ist.
H, Hiihle in D r es den. V e r f a h r e n z u r D a r s t e l l u n g V O R
g e b r o m t e n P a r a o x y b e n z o g a a u r e n . (D. I?. 60637 vom 21. M a n
1891, Kl. 12.) Entgegen den Angaben in der Litteratur (Beilstein,
org. Chem. 2. Au0. 11, 983; Ann. Chem. Pharm. 134, 276) gelingt es
nach vorliegendem Verfahren, gebromte p - Oxybenzogsiiuren durch
directe Einwirkung von Brom auf p-OxybenzoEsiiure und deren Alkylester in glatter Weise zu erhalten. Man behnndelt zu diesem Zweck
die p-OxybenzoEsaiire oder deren Ester entweder in Eieessig mit
Brom, oder man lasst in alkalischer L6sung Brorn nuf p-Oxybenzoiisaureester einwirken.
F. von He y d en N a c h f o l g e r in R a d e b e u l . V e r f a h r e n z u r
H e r s t e l l u n g v o n g e r u c h - und g e s c h m a c k l o s e n n e u t r a l e n ,
d i e S c h leimh iiut e n i c h t a n g r e i f e n d e n St offen a u s i i t h e r i s c h e n Oele n . (D. P. 60716 vom 3. Marz 1891, Zusatz z. Patente
58129l) vom 18. November 1890, I(1. 12.) Dieselberi Vorziige, welche
die im Hauptpatent z u r Verwendung kommenden Phenole nach ihrer
Umwandlung in die Carbonate oder Carbamate auszeichnen, zeigt auch
das sogen. Kreosot, wenn es in der Form seines Carbonates als
therapeutisches Mittel angewaudt wird. Dasselbe besitzt keine constante Zusammensetzung; man erhalt fliissiges, bis halbfestee Salz,
welches unliislich in Wasser, lbslich in Spiritus und Aether und im
Organismus das freie Kreosot regenerirt. Statt die erwahnten hydroxylhaltigen Kbrper des Hauptpatentes in die Carbonate zu verwandeln,
kann man dieselben auch mit Vortheil in die Alkylcarbonate iiberfiihren, indem man dieselben in alkalischer Liisung mit Chlorameisensaureester behandelt. Es werden auf diese Weise meist fliissige Pro-
9 Diese Berichte XXV,
3, 186.
353
ducte erhalten, welche sich im Gegenaatz zu den festen Carbonaten
besonders zu Injectionen eignen. Dargestellt wurden : methyl- (bezw.
iithyl-) kohlensaures Eugenol, Guajacol, Kreosol, Carvacrol,: Gaultheriaiil und die Ester der Salicylsiiure.
Brenn- M d Lenchtstoffe. J. H. W. S t r i n g f e l l o w in L o n d o n (England). V e r f a h r e n u n d A p p a r a t z u r E r z e u g u n g v o n
Gas a u s L u f t , K o h l e n w a s s e r s t o f f e n und W a s s e r b e i g e w i i h n l i c h e r T e m p e r a t u r . (D. P. 60269 vom 23. J a n u a r 1891,
Kl. 2G.) D a s Verfahren besteht darin, dass man atmospharische Luft
bei gewiihnlicher Temperatur mit fliissigen Kohlenwasserstoffen carburirt und sodann die so carburirte Luft durch Wasser von norrnaler
Temperatur hindurchstreichen lisst, wobei das Gas Wasserdunst aufnimmt. Hierdurch wird nach Angabe des Erfinders ein bestandiges
Gas von hoher Leuchtkraft erzeugt. - Drr zur Ausfiihrung diesee
Verfahrens dienende Apparat besteht im Wesentlichen aus einern Behiilter, der in drei Kammern eingetheilt ist, und zwar in eine Luftaufnahrnekarnrner, eine Kohlenwasserstoffkamrner und in eine Wasserkamrner, von denen die beiden letzteren mit der ersteren durch Rohre
in Verbindung stehen. Die Kohlenwasserstoffkammer enthalt noch
eine als Reservoir fiir den fliissigen Kohlenwasserstoff dienende Abtheilong.
G. 5. S a n f o r d in M o u n t C l e m e n s , Grafschaft M a c o m b ,
Michigan, V. St. A. A p p a r a t z u r H e r s t e l l u n g v o n G a s a u s
S t e i n o l , W a s s e r d a m p f u n d L u f t . (D. P. 60286 vorn 17. Februar
1891, Kl. 26.) D e r Apparat besteht im Wesentlichen aus einer von
aussen geheizten Vergasungsretorte und einer in dieselbe eingesetzten
Mischdiise, durch welche Oel zusammen mit einer beliebigen Menge
von Dampf und Luft in die Retorte eingeblasen wird.
H. J i i g e n h o r s t in A h s t e d t bei S c h e l l e r t e n (Hannover).
A p p a r a t z u r H e r s t e l l u n g von W a s s e r s t o f f . (D. P. 60287
vom 8. Marz 1891,-Zusatz zum Pat. 55062 ') vom 6. October 1889,
Kl. 26.) D e r Apparat des Hauptpatents wird unwesentlich modificirt.
H. W i l l i a m s in M a n c h e s t e r (England). A p p a r a t z u r E r z e u g u n g v o n L e u c h t g a s . (D. P. 60448 vom 25. Marz 1891,
K1. 26.)
R. M a n n e s m a n n in B e r l i n .
Verfahren und Einrichtung
(D. P. 60551 vom 34. Februar
1891, Kl. 26.) Die Kohle wird durch directe Erwarmung mittelst
G a s behandelt, welches i n dem unteren Theil des Apparates durch
zur H e r s t e l l u n g von L e u c h t g a s .
1)
Diese Berichte XXIV, 3, 542.
354
Verbrennung van Coks erzeugt ist. Zu diesem Zweck wird aus dem
oberen Theil des Gaserzeugers ein Theil des gebildeten Gases abgeRaugt und in den unteren, mit gliibendem Coks angafillten Theil
eingefihrt, so dass das Gas sich hier erhitzt, als Warmetrfiger wirkt
und die Entgasung des frischen Brennmaterials herbeifiihrt. 1st alsdann der Coks abgekiihlt, so wird die Entgasung unterbrochen und
durch Einfiihrung von Verbrennungsluft ein Theil des Coks verbrannt,
so dass der iibrige Theil gliibend wird und bei der folgendeii Entgasung zur Erhitzung des abgesaugten Gases benutzt werden kann.
Wabrend der Erbitzung des Coks durch Verbrennung eines Tbeiles
desselben werden die Verbrennungsproducte in den Scbornstein geIeitet.
Geapinnstfasern. J. P. A. B l a y e in P a r i s . N e u e r u n g b e i
dem E n t s c h i i l e n v o n C h i n a g r a s . (D. P. 60433 vom 7. Marz 1891,
K1. 29.) Die Neuerung besteht darin, ditss man bei der Behandlung
von Chinagras, Hanf oder Flachs rnit alkalischen Badern Alaun zusetzt, wodurch die Fasern dieser Ptlanzen griissere Festigkeit und
besseren Zusammenhang auf dem Stengel erhalten sallen, so dass sie
sich leicht mit der Hand vom Stengel abzieben lassen. Der Alaun
sol1 dabei coagulirend auf die gallertartigen Stoffe und das Tannin
wirken.
+
Lacke nnd Firnisse. 0. M. M e i s s e l in W i e n . H e r s t e l l u n g
e i n e s gegen H i t z e widerstandsfahigen L ackfi rni sses a u s
f e s t e n F e t t e n - bezw. F e t t s i i u r e n u n d B l e i o x y d e n . (D. P. 60656
vom 21. Marz 1891, Kl. 22.) Feste Fette (tbierischer Talg, Knochenfett, Palmkernfett, Cocosfett) oder feste Fettsauren (Stearinsaure, Palmitinsaure und Gemenge derselben) werden bei einer Temperatur von
250 -3000 durcb uberhitxten Wasserdampf der Destillation unterworfen , solange bis der Blaseninbalt Zahfliissigkeit angenommen hat
iind von Fettsliuren thunlichst befreit ist. -. Dieser Riickstand wird
alsdann unter Beimengung von Bleimennige und etwas Bleigliitte mit
auf 400 - 500 O iiberhitztem Wasserdampf einige Zeit behandelt und
sodann das auf 150- 200° abgekiihlte Product rnit Stein61 verdiinnt.
Der auf solche Weise hergestellte Lack trocknet hart und rnit glanzender Oberfliiche und widersteht einer Temperatur von fiber 500°
trockner und 2500 nasser Hitee.
Farbstoffe. F a r b e n f a b r i k e n vorm. Fr. B a y e r & Co. i n
Elberfeld. Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen a u s
den Nitroso-l’erbindungen der Methylbenzyl-, Aethylb e n z y l - u n d D i b e n z y l a n i l i n s u l f o s i i u r e n . (D. P. 59034 vom
28. Mai 1890, Kl. 22.) Durch Einwirkung von salpetriger Saure auf
die Sulfosauren des Methyl- und Aethylbenzylanilins sowie des Di-
355
benzylanilins entstehen Nitrosoverbindungen , welche sich rnit Phenolen zu werthvollen Farbstoffen vereinigen. Diese Reaction ist nach
den Angaben der englischen Patentschrift 5896/1887 bei einer Reihe
von Kiirpern bereits ausgefiihrt worden ; denselben reihen sich noch
die Condensationsproducte rnit Resorcin und Dioxynaphtalin (1.2) an.
Die Darstellung geschieht in der Weise, dass man die Nitrososulfosiiuren rnit den betreffenden Componeoten in geeigneten Liisungsmitteln,
z. B. Eisessig, erhitzt, bis alle Nitrosoverbindung verschwunden ist.
Die Farbstoffe BUS Resorcin farben Wolle im sauren Bad in blauen
Tiinen; die Farbungen sind durch Echtheit gegen Licht, SIiuren und
Alkalien ausgezeichnet. Die Producte aus Dioxynaphtalin flirben
chromgebeizte Wolle grau bis schwarz ; auch diese FZrbungen zeigen
hervorragende Licht- und Walkechtheit.
D a h l & C o . in B a r m e n . V e r f a h r e n z u r D a r s t e l l u n g .
z w e i e r n e u e r Zwischenproducte d e r Indulinschmelze. (D
P. 60426 vom 14. April 1891, KI. 22.) Ein von den bis jetzt bekannten Indulinen verschiedener Kiirper wird erhalten , wenn man
1 Mol. Aniliniil ohne Zusatz eines Anilinsalzes mit 1 Mol. salzsaurem
Amidoazobenzol so lange auf 95 - 100 O erhitzt , bis alles Amidoazobenzol verschwunden ist. Dabei entsteht neben einer reichlichen
Menge p -Phenylendiamin ein Indulin , das sich nur in Alkohol , nicht
in verdiinnten, wassrigen Sauren liiat. Wird die Menge der angewandten Salzsiure bei der Schmelze verringert, so bildet sich neben
dem spritloslichen Kiirper , auch ein wasserliisliches Indulin , welches
ebenfalls verschieden ist von den bis jetzt bekannten Indulinen ; man
verschmilzt zu diesem Zweck entweder 1/z Mol. salzsaures Amidoazobenzol mit ' / a Mol. freiem Amidoazobenzol und 1 Mol. Anilin oder
1 Mol. freies Amidoazobenzol rnit '/a Mol. Anilin und l/a Mol. salzsaurem Anilin. - Die auf diese Weise dargestellten Induline zeigen
in verachiedener Hinsicht andere Eigenschaften als die in den Patentschriften 50534l) und 55 184z) beschriebenen ; das wasserliisliche Product
scheint in naher Beziehung zu dem im Patent 368993) beschriebenen
Einwirkungsproduct von p-Phenylendiamin auf Amidoazobenzol zu
stehen.
F a r b e n f a b r i k e n vorm. Fr. B a y e r & Co. in E l b e r f e l d .
V e r f a h r e n z u r D a r s t e l l u n g e c h t e r D i s a z o f a r b s t o f f e fiir
D r u c k u n d F a r b e r e i . (D. P. 60440 vom 25. Mai 1889, Zusatz
zum Patente 51504') vom 25. Marz 1889, K1. 22.) Den im Patent
5 1504 beschriebenen Farbstoffen a u s Amidosalicylsiiuren und AmidoDiese Berichte XXIII, 3, 221.
Dies9 Berichte XXIV, 8, 495.
3) Diese Berichte XJX, 3, 8S9.
3 Diese Berichte XXIII, 3, 441.
I)
Bericbte d. D.chem. Gesellschaft. Jahrg. XXV.
356
oxytoluylsiiuren reihen sich in Rezug auf die beizenGrbenden Eigenschaften auch die aus den Amidosulfocresolcarbonsauren entetehenden
Farbstoffe an. Dieselben werden in der Weise dargestellt, dass man
die Diazoverbindungea der Amidooarbonsauren rnit 1 Molekiil a-Naphtylamin vereinigt, die erhaltenen Amidoazokijrper weiter diazotirt und
aiif Farbetoffcomponenten einwirken lasst. Als solche kommen Arnine,
Phenole, Naphtylamin- und Naphtolsulfoshren, Oxycarbonsiiuren und
Dioxynaphtalin in Betracht. Die Farbstoffe zeigen die verschiedensten
Nuancen von gel'b bis braun, rothviolett bis griinblau.
F a r b e n f a b r i k e n vorm. Fr. B a y e r & Co. in E l b e r f e l d .
V e r f a h r e n z u r D a r s t e l l u n g von F a r b s t o f f e n d e r T r i p h e n y l m e t h a n r e i h e . (D. P. 60606 vom 11. September 1890, 11. Zusatz
zum Patent 58484l) vom 22. August 1890, K1. 22.) Auch bei der
Condensation mit Benzogsaure und deren Homologen nach dem Verfahren des Hauptpatentes liefern die Diamidobenzhydrole griine Farbstoffe, die sich durch Licht- und Walkechtheit auf chromgebeizter
Wolle auszeichnen. - Die Vereinigung der Carbonsiiuren mit den
Hydrolen erfolgt bei Wasserbadtemperatur unter Anwendung von concentrirter Schwefelsaure als Condensationsmittel. Man erhglt zunfchst
die betreffende Leukoverbindung , welche durch Oxydation rnit Bleisuperoxyd in den Farbstoff iibergefiihrt wird. Zur Anwendung kommen Tetramethyl- sowie Dimethyldiathylbenzhydrol; die erhaltenen
Farbstoffe stellen dunkelgriine Pasten dar.
R. H i r s c h in B e r l i n . V e r f a h r e n z u r D a r s t e l l u n g w a s s e r l i i s l i c h e r b a s i s c h e r F a r b s t o f f e d e r I nd ul i nrei he.
(D. P.
GO748 vom 21. Januar 1891, K1. 22.) Werden Amidoazobenzol,
Chinonanilid, Azophenin oder die sogenannten Spritinduline mit Benzidin und salzsaurem Benzidin auf hijhere Temperatur erhitzt, so werden
unter lebhafter Reaction und Ammoniakentwickelung blaue Farbstoffe
gebildet, welche durch Licht- und Seifenechtheit, sowie dadurch ausgezeichnet sind, dass sie ungebeizte Baumwolle anfarben. - An Stelle
von salzsaurem Benzidin kann BenzoEsaure, statt Beuzidin Tolidin
angewandt werden, ohne dass ein wesentlich verschiedenes Resultat
erzielt wird. - Die dargestellten Farbstofle sind leicht lijslich in verdiinnter Salzsaure und werden aus diesen Liisungen mit Ammoniak
gefallt. - Die Farbungen zeigen etwa die Nuance des Neublau nnd
sind im allgemeinen griiner als die durch Schmelzen mit p-Phenylendiamin erhaltenen Farbstoffe.
F a r b e n f a b r i k e n rorm. Fr. B a y e r & Co. in E l berfel d.
V e r f a h r e n z u r D a r s t e l l u n g e c h t e r A z o f a r b s t o f f e fiir Fgrb e r e i und D r u c k a u s .4midocarbonsiiuren. (D. I?. 60494,
1)
Diese Berichte XXIV, 3, 873 und 946.
rom 30. November 1890, I. Zusatz zum Patente 58271 vom 10. November 1889, Kl. 22.) In der Patentschrift 58271 I) sind einfacho
Azofarbstoffe beschrieben, welche sich von den Diazoverbindungen
der Amidocarbonsauren ableiten. Die daselbst aufgefiihrten Componenten kiinnen durch folgende ersetzt werden:
1. Dioxynaphtalinmonosulfosiiure S (am Naphtoldisulfosaure 6
des Patentes 4057 1)",
-2. Dioxynaphtalindieulfosaure S,
3. DioxynaphtalindisulfosHure, die aus der Naphtalintrisulfosiure
des Patentes 38 281 3, durch Nitriren, Reduciren und Verschmelzen der so darzustellenden Naphtoltrisulfosaure entsteht,
4. Amidonaphtoldisulfosaure, durch Verschmelzen der in 3. erhaltenen Naphtylamintrisulfostiure erhalten.
Man erhalt dabei Farbstoffe, welche gleich denen des Hauptpatents
aich zu Farberei- und Druckzwecken eignen. Die Nuance wechselt
von rothviolett bis schwarzviolett.
F a r b e n f a b r i k e n vorm. F r . B a y e r & Co. in E l berfel d.
Verfahren z u r Darstellung echter Azofarbstoffe fur
F i i r b e r e i u n d D r u c k a u s A m i d o c a r b o n s i u r e n . (D. P. 60500
vom 15. Marz 1891, 11. Zusatz zum Patente 58271 vom 10. November
1889, K1. 22, siehe vorstehend.) Wird an Stelle der im Hauptpatent
genannten Farbstoffcomponenten Dioxybenzogsaure (1.3.5) rnit den
Diazoverbindungen der Amidobenzogsauren, Amidosalicyl- uod Amidophtalsauren zusammengebracht, so entstehen Farbstoffe von goldgelber
bis braunrother Nuance, welche ebenfalls in Folge der in ihnen enthalteneu Carboxylgruppe rnit Chrom gebeizte Wolle waschecht firben.
Das Verfahren ist analog dem des Hauptpatents.
A. G e r b e r & Co., C h e m i s c h e F a b r i k in Basel. V e r fahren zur Darstellung eines rothen basischen Farbstoffes
d e r Diphenylmethanreihe aus Tetramethyldiamidodiphen y l m e than. (D. P. 60505 vom 7. September 1889, K1.22.) Durch
Nitrirung von Tetramethyldiarnidodiphenylmethan in concentrirter
Schwefelsaurc mit dem gleichen Gewicht 53 procentiger SalpetersSure
tinter 5" C. erhalt man eine Dinitroverbindung. Dieaelbe wird direct
durch Eintragen von Zinkstaub reducirt und dann in der Kalte rnit
Natriumnihit behandelt; man erhiilt so eine Oxyleukorerbindung, die
beim darauffolgenden Erwarmen rnit Eisenchloridltisung einen kirschrothen Farbstoff liefert. Derselbe wird rnittelst Kochsalz uud Chlor9 Diem Ekxichte XXIV,3, Y50.
2,
Diese Berichtc XX, 3, 667.
9 Dieso Bcrichte XX, 3, 125.
c25*1
zink ale griin-goldglanzendes, krystallinisches Chlorzinkdoppclsalz gefdlt. Der Farbstoff eignet sich besonders fiir Seide, welche mit rosarother Nuance und griinlichgelber Fluorescenz g e i r b t wird.
B a d i s c h e A n i l i n - u n d S o d a f a b r i k in L u d w i g s h a f e n a. Rh.
V e r f a h r e n zur D a r t e l l u n g von Azofarbstoffen a u s Napht o l s u l f a m i d s u l f o s i i u r e . (D. P. 60777 vom 29. December 1889,
11. Zusatz zum Patente rj7484') vom 31. Miirz 1SY9.) Ersetzt men
in dem Verfabren des Patentes 57484 die &Naphtolsulfamidsulfoseure
durch die isomere 6-Napht~lsulfamiduulf(~s~ure
des Patentes 57856*),
90 erhllt man Farbstoffe, welche sich von entsprechenden, aus der
6-~aphtoldiuulfos~ure
dargestellten Farbstoffen durch riithere bezw.
blauere Nuancen unterscbeiden und ebenso wie die Farbstoffe des
Patentes 57484 ein eigenthiimliches Verhalten gegen Soda und concentrirte Schwefelsaore zeigen. Zur Darstellung dieser Farbstoffe ist
es nicht erforderlich, die 8-Naphtosultonsulfamidsiilfosaure als solche
anzuwenden; man kann auch direct die 8-Kaphtosultonsulfosaure aelbst
i n Ammoniakliisung verwenden oder dieselbe bei Gegenwart von Ammoniak mit den Diazoverbindungen in Reaction bringen.
Nahmngsmittel. L a SociBti: G e n e s t , H e r s c h e r 6 G o . in
l'aris. A p p a r a t z u r S t e r i l i s i r u n g von W a s s e r . (D. P. 60432
voni 10. December 1890, K1. 53.) Der Apparat besteht in der IIauptsache aus einem Kessel, in welchem das Wasser gekocht wird, aus
mehreren Gegenstromkiililern, i n welchem die Abkiihlung des gekochten Wasaers erfolgt, aus einem niit Kieselsteinen und leicht l&lichen Kalksalzen gefiillten Behalter, in welchem das sterilisirte Waseer
die wenigen Kalksalze, welche sich beim Kochen abgesetzt hahen,
wieder aufnimmt und schliesslich aus einem LuftzufiihrungarpFarat,
bei dem die Einfiihrung der Luft in das Wasser in der Weise erfolgt,
dass man das sterilisirte und abgekiihlte Wasser in ein vor den
Keimen der atmosphzrischen Luft grschiitztes Gefiiss in einem oinzelnen Strahl oder wasserfallartig hiiieirigelaiigen lasst. - Zur Erreichung der vollstiindigon Sterilisation des Wnssers ist der Kessel
mit einar Einrichtung versehen, die Jas Ueberfliessen des Wassers nur
gestattet, wenn dasselbe eine geniigrnd hohe Temperatur erreicht hat.
Sobald das Hochen in dew Ayparat? aufhBrt, hiirt auch seine Wirksamkeit auf. - Unter Einwirkung tles Dampfdruckes steigt d:is
kochende Wasser in dem Kessel unrcr Vermittelung eines breiten, in
denselben hineinreichenden Rohres in einrn dariiber befindlichen Behiilter. J e mehr das Wasser liocht, desto nichr wird es in den Hehiilter gedriingt, bis die untere Seite des Rohres nicht mehr vom
I)
3
Dieso Berichte XXIV, 3, S43 und 812.
Diese Berichte XXlV, 3, Sl5.
859
Wasser ledeckt wird. Nun kann der nampf dnrch dieses Rohr entweichen. Hijrt die Entwickelung von Dampf auf, so tritt alles Wasaer
in den Kessel euriick, und das Ueberfliessen desselben ist unterbrochen.
0. D a h n in B er l i n. V e r f a h r e n z u r H e r s t e l l u n g von
P r a u e n m i l c h a u s T h i e r m i l c h . (D. P. 60239 vom 15. Februar
1891, K1. 53). Die Kuhmilch unterscheidet sich wesentlich von der
Frauenmilch durch den Gehalt an Protein, indem bei der Kuhmilch
das Casefn, bei der Prauenmilch dagegen das Albumin vorwiegt. Der Ueberschuss an Casein i n der Kuhmilch bedingt hauptsachlich
die Schwerverdaulichkeit derselben. - Der Er6nder will nun diese
Verschiedenheit des Verhaltnisses von Albumin und Casei'n in beiden
Milchsorten dadurch ausgleichen, dass er der Kuhmilch Albumin in
einer Gestalt zusetzt, in welcher es nicht mehr gerinnt. - Dieses
nicht mehr coagulirbare Eiweiss wird auf die Weise dargestellt,
dass Albumin (Hiihnereiweiss, Bluteiweiss, Legumin u. a. w.) mit dem
i m Huhnerei enthaltenen oder einem grijsseren Wassergehalt auf eine
hijhere Temperatur (etwa 150° C.) erhitzt wird, wobei das anfgnglich gerinnende Albumin sich verfliissigt und auch bei weiterem Erhitzen nicht wieder coagulirt.
F. S c h r e y e r in Berlin. Nahrungsmittel-Conservirungsranm. (D. P. 60246 vom 19. April 1891, KI. 53). Die Deckenluge fiir diesen zur Conservirung frischen Fleisches und ahnlicher
Nahrungsmittel dienenden Kellerkiihlraum besteht aus porosen, mit
Filzunterzug bekleideten Korkplatten , welche leicht ausgewechselt
werden kannen, wahrend zu den Wandungen des Kiihlraums trockne
Cementplatten verwendet werden. Durch die porSae Decke werden
die im ventilirten Kiihlraum sonst zuriickbleibenden schadlichen
Miasmen aufgesaugt und mithin unschadlich gemacht.
0. L e s s e r in B er l i n. A p p a r a t z u r H e r s t e l l u n g v o n
E i s (Speiseeis). (D. P. 60279 vom 18. April 1891, KI. 17). Der
Apparat besteht aus einer die Kaltemischung enthaltenden Trommel
und einer uber derselben angebrachten Wanne, i n welcher sich die
zum Frieren zii bringende Mischung befindet. Beim Drehen der
Trommel friert in Folge der in derselben enthaltenen Kalte die
Mischung schichtenweise an die Trommel an, welche Schichten durch
einen Abstreicher in einen Sammelbehiilter geleitet werden.
G. C a s t a n o s und G. L. d e Lara in Paris. E x t r a c t i o n s a p p a r a t z u r S a f t g e w i n n u n g aus O b s t und ijligen F r u c h t a r t c n . (D. P. 60404 r o m 29. April 1891, K1. 6). Auf eirier
konischen Pfanne , die zweckmassig etwas erhdht angeordnet ist,
laufen drei Walzen, die gleichfalls kouische Form haben und deren
Achsen gegen die Horizontale geneigt sind und die von der Mitte
der Pfanne bis zur Kante derselben reichen. Diese Walzen bilden
ein System, wodnrch die Pfanne in drei gleiche Theile getheilt wird.
Eiri Triiger mit Haltern bestimmt die Lage der Walze. Dieser
Triiger ist auf einer verticalen Welle angeordnet, die durch die Mitte
der Pfanne geht, die Drehungsachse bildet und durch ein Vorgelege
zur Bewegung der Walzen angetrieben wird. Der Lagertrager,
welcher mit der Welle durch Keile verbunden ist, kann auf dieser
Welle parallel zu sich selbst frei nach oben und unten sich bewegen,
ie nachdem die auf der Pfanne befindliche zu behandelnde Masse
eine grossere oder geringere Dicke hat. - Auf dem Lagertrager ist
ein Trichter befestigt, in welchen der zu behandelnde Stoff eingefiihrt
wird und aus welchem letzterer durch eine Schurre in passender
Menge auf die Pfaniie gelangt; es geschieht dies in einem Zonenring,
entprechend dem inneren Ende der Walzen. Hinter einer der
Walzen (im Sinne der Rewegungsrichtung) ist ein Mitnehmer, welcher
von einer mit Spitzen besetzten umlaufenden Achse gebildet wird,
welche Spitzen die Oberflache der Pfanne leicht beruhren und ihre
Bewegung durch Zahnradiibersetzung erhalten. Die Achse des Mitnehmers ist mit der Seitenkante der conischen Pfanne nicht parallel,
sondern bildet Zwecks Regelung der Fiirdergeschwindigkeit des
Materials einen zweckmassig verstellbaren Winkel. Als Zubehiir zu
dem Mitnehmer dient ein Rechen, der sich mit dem ganzen System
in einem ringformigen Kanal, welcher die Pfanne umgiebt dreht, und
der den Zweck hat, die Faser- und Zellstoffe, welche von der Glykoseliisung getrennt werden und fur die Gahrung ungeeignet sind, aufzunehmen. Im Mittelpunkt der Pfanne ist ein Filtrationssieb oder gelocbtcs
Hlech vorgesehen, welches den BUS den Friichten gewonnenan Saft
austreten liisst, sn dass derselbe durch ein Rohr abgeleitet werden
kann. Vor dem Ablassen passirt der Saft zur Feststellung seiner
Concentration ein Probirgefass und gelangt alsdann in die Glhrungsbattiche. - Ein uber der conischen Phtnne angeordnetes Rohr, das
in eine Brause auslauft oder mit gelochten Rohrarmen versehen ist,
gestattet die Zuffihrung ron Wasser von passender Temperatnr, urn
die Masse geniigend zii verdiionen.
G. S. Colluni i n H a r t f o r d ( C onnect i ci it V. St. A). Vorr i c h t u n g zum Ab ki i hl en von Z u c k e r w e r k u. dgl. (D. P. 6053%
voni 10. J u n i 1891, KI. 53.) Hei dieser Vorrichtuiig sol1 eine stetige
13erieselnng der das Zuckerwerk aufnehmenden Kuhlplatte ltuf deren
gesammter Flliche dadurch erreicht werden, dass diese Platte auf
einen doppelwandigen Hehalter in der Weise aufgelegt ist, dass die
an ihrem obereti Randr gezahiiten oder wellenformig ausgebuchteten
innereu Waildungen des Behiilters in eine Nuth der Kiihlplatte ein-
361
dringen. Durch diese Nuth und die Liicken der Wandungen muss
die in den inneren Raum des Bebaiters bestandig eintretende Kiihlfliissigkeit hindurchstriimen, wobei sie die gesammte untere FlLche
der Platte beriihrt, urn alsdann durch den Zwischenraum der
Wandungen zu entweichen.
A. W
8 0 h a d 8’s Buchdruckerri (1,. 9 c h a d e ) i n Bcrliii
S,StillsrlirribPrrrtr 45/41;,
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