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2163
560.
C. Beicthard: Ueber die Einwirkung dea metaarsenigsauren Netriums auf Metallsalze.
(Eingegangen am 9. August.)
Trotz vielfacher Untersuchungen der arsenigen SLure uod ihrer
Salze herrscht noch bis heute keine bestimmte und sichere Ansicht
fiber die Constitution derselben. Es ist bis jetzt die Frage noch unentschieden, unter welchen Bedingungeu und Voraussetzungeu (pbyeikalisch und chemisch) die Bildung der ortho-, pyro- oder rneta-arsenigsnuren Salze stattfindet, ob ein den betreffenden Salzgruppen entsprechendes wirkliches Hydrat, also f i r die orthoarsenige Siiure
OH
beispielsweiae : AsfOH
OH
, fir
die nietaarsenige Saure:
OH
AI
S ~€1O- H20 oder A ,OH
h o
OH
und fiir die pyroarsenige SBure:
OH
2 Molekiile A s G O E I OH
OH
AS9H
HIO = >O
(:.:as
,
) €1
0H
o b ein derartiges Hydrat iu der Tbat existirt bezw. existenzfahig
ist. Alle Versuche in dieser Richtung, nus den entsprechendeo Salzen
d a s correspondirende Hydrst abzoleiten, baben nur ein bisher negatives Resultat ergeben, indern sich iinnier Arsenigshreanhpdrid neben
Wasser abspaltete. - Mit Sicherheit sind die den erwahnten Hydraten
entaprechenden Metallarsenite erhalten worden und zwar auf verschiedenen Wegen. Es hat sich daneben indessen ergeben, dass auaserdem
noch Arsenite existireu, welche einem nnderen hypothetischen Hydrat
d e r arsenigen S h r e entsprecben, z. B. das von P a s t e u r (Journ.
Pharm. [3] 13, 395) entdeckte Kaliumsalz: K2As407 ( & O . 2A~a03).
Es ist dieses Salz zugleich das einzige Arsenit aus der Gruppe der
Alkaliarsenite , welches deutlich ausgepragte Krystallform zeigt. Ich
wurde in Folge dessen d a m veranlasst (vergl. diese Berichte 27, 1019),
eine Untersuchung in der Richtung anzustellen, wie dieses P a s t e u r sche Kaliumarsenit gegen Metallsalzliisungeu sich verhielte. Ich hegte
damals die Ueberzeugung, dass sich eine glatte Umsetzung vollziehen
werde und entsprechende Metallareenite gebildet wiirden. Auffallender
Weise verlief aber die Mehrzahl der Reactionen in ganz anderem
Sinne und unter zum Theil besonders auffalligen Nebenreactionen.
Auch zeigten die Arsenite unter sich selbst ofters grosse Verschieden-
2164
heiten, wenn sie gleichen pbysikalischen und chemisthen Einfliisseo
ausgesetzt wurden.
Diese Erfahrungen bestimmten mich, auch andere Gruppen von
Alkaliarseniten niit den Losungen von Schwermetallsalzen in Reaction
zu bringen und zwar zunachst das rnetaarsenigsnure Natrium :
(Na2AszOh) -[-As<:""].
Schon in diesern Salze, bei wrlchern das Verhaltnivs von Basis
und Saure gleich 1 : 1 ist. noch vie1 unterschiedlicher nber in dern
ortho-arsenigsauren Natriuni, Nas A9 03 [3 : I], dessen Bearbeitung icb
i n Augriff genommen habe, zeigt sich, wie riel auf dns cluantitative
Verhhltniss der Molekiile von Base iiud Siiure bei der Hildung
neuer Arsenite mittels der liislichen Alkalisnlze durch Fhllong :mkornmt.
Diese Fallungen geschahen in der Weise, dass das Nlrtriiini-rnrt:r-;Irsenit
auf >ubrrschlssigea Lijsungen roil Xletallsalzeii rinwirktr. Die Reartionen verlaufrn zuni Theil so :iuffaIleiid, d. 11. r s bilden sich SO
viele neue Mrt:illaisenite, dass die iV8glichkeit iiicht :insgeschlossen
erscheint, dnss die Reactioiien in mehreren I'linsen verlniifen. Es
kaiiii sich eiii bestimmtes Arsrnit bilderi, zngleicli a h , wie bescmders
bei dern ortlioarseriigsauren Natricinr der E':tll spin muss, auch freies
Natronhydrat sich aussclieidrii, welcties sicli danii niit derii Ueberschuss des Metalls:dzes zu Metallosyd nnd .\lkalisalz unisetzt, von
deliell dns ersteir. (das Oxyd) ziigleich init den) Arsenit nietlerfallt.
Ein sicheres Urtheil dariiber, wie die Reactionen verlaut'en, ist natiirlich nicht miiglich oder n u r in wenigen Failleu alizugrbeu. wenn
z. €3. das Oxyd unliislich und das Arsenit liislich ist, oder uingekehrt,
oder das Oxyd solche Eigenschnften besitzt, welchr wine Bratimmung
neben dern Arsenit, durch Reductioii rtwa, el diglichen ; die Mijglichkeit eines derart angedeiiteten Verlaufs der Reaction sol1 anch hier
n u r angedeutet werden.
Pnssen wir nun zunachst die 11:inwirhu1igsweise de6 rnrtanraenigs i i f Met:ills:ilze in's Arige, 80 ergiebt sich bei allen
zur Anwendung gelrtngten Metallsnlzc~i1, dass iiebeii der Rildong der
betreffenden Arsenitr, zugleich die das frngliche Metnllsalz lieferride
Sanre, soweit die5elbe iiicht zur Xeutralisntion des Natrinms :IUB dem
meta:irseriigsaiiren Alkali diente, i n ungebundeneni Zustande i i i l'reiheit
gelsetzt wurde. Die dern Vorgange entsprechenden Reactioriealeic\~\Ingen
werden bei den einzeheu Arseniten ;iiigrfiihrt werden.
saiiren Natriums
Unter 12 dargestellten Arsrniten geliiireii niir 2, die d r s Knlialts
und Cadmiurns den pyronrseiiigsaureii Snlzeri, 4, die des Ziiiks, Zinnoxyduls, Rleis und Nickels den Orthoarseniten , dagegen aiiffallender
Weise keines der Meta-Reihe an.
2165
1.
Einwirkung des metaarsenigsauren Natriums
a u f K o b a Its a l z e.
W i r d eine rerdiinnte iiberschiissige Losung ron Kobaltnitrat mit
metaarsenigsaurem Natrium gefallt, so erhalt man einen violetblauen,
voluminosen Korper, dessen Entstehung nacbstcbende Gleichung
iiiterpretirt:
2 Co(N03)t + NaniisaOd
H20
= C02As205
3 NaN03 + 2 HN03.
Die Analyse der vorhandenen arsenigen Saure wurde titrimetrisch
ausgefiihrt, zur Bestimmung des Kobalts wurde die Verbindung mit
Salpetersaure oxydirt, ein Ueberschuss von Kalilauge hingefiigt und
Chlor eingeleitet unter Erwarrnen ; das erhaltene Kobaltsesquioxyd
wurde i m Wasserstoffstrom zu Metal1 reducirt.
ConAs~05. Ber. Co 33.94, As 43.05.
Gef. a 33.83, s 4 3 . t i .
Beim Gliihen des Arsenits sublimirt nrsenige Saure, wiihrend ein
tief dunkelblauer Ruckstand erhalten wird.
+
+
2. E i n w i r k u n g a u f N i c k e l s a l z r .
Hei der Falliing von Nickelnitratliiaung ini Ueberschuss durch
eine solche von metaarsenigsaurem Natriuni entstebt ein hellgriiner
Niederschlag von orthoarseiiigsaureiii Nickel; das Filtrat reagirt
sauer. Die Einwirkung verlauft in1 Sinne folgender Gleichung:
+
3Pr’i(Noj)z + Na2AsnOr + 2 H s 0 = NisAstOs
3 N a N 0 3 +4HNO+
Dns Arsen wurde durch Maassanalyse bestimmt, das Nickel ale
Nickeloxydul gewogen.
NiBAsaOa. Brr. Ah 35.51, Ni 41.7G.
Gef. >, 33.60, >’ 41.6%
Beim Erhitzen wird der Kijrper unter Wasserverlust gelb-griinlich, spater unter Sublimation von arseiiiger Saure braun.
3. E i n w i r k u n g a u f M a n g a n o x y d u l s a l z e .
Setzt man eine Liisung von metaarsenigsaurem Natrium einer iiberschiissigen Liisung von Mangansulfat hinzu, so entsteht ein anfangs
weisser Kiirper von kasiger Reechxffenheit, der seine Farbe sehr
rasch verliert iiiid rosenroth, schlirsslicli braun wird und dem Niederschlag gleicht, welchen niau aus Kaliumpermanganat bei dessen Reduction erhalt. Das Manganarsenit eutsteht nach folgender Gleichung:
5 Mn SO1 As2 Nan 0 4 4 Ht 0 = Mns AS:,0 8
Naa SO1 4 &Sod.
Die Bestimmung des Arsens wurde titrimetrisch ausgefiihrt, und
d a s Mangan als Oxydul gewogen.
MnsAssOs. Ber. As 27.13, Mu 40.73.
Gcf. >> 27.19, A 49.85.
+
+
+
+
2166
Das Arsenit ist wasserbaltig und enthslt gegen 17 pCt. Wasser.
Beim Gliihen wird dasselbe ganz weiss unter Sublimation von arseniger
Stiure.
4. E i n w i r k u n g a u f K u p f e r s a l z e .
W i d eine iiberschiissige Liisung voii Kupfersulfat durch metaarsenigsaures Natriurn gefallt, so resultirt ein hellgriiner, amorpher
Korper, welcher zu Polge nachstehender Reaction gebildet wird:
4 CuSO4
Na2 Asz 0 4
3 1120 = CUIAsa 07
Kal SO4
3 H2 SO,.
I n trocknem Zustande stellt das Arsenit ein hellgriines Pulver
d a r , welches von Amrnoniak rnit blauer Farbe geliist wird. Beim
Verdunsten der Losung scheidet sich d a s Arsenit wieder unverandert
aus. Kalilauge liist das k'upferarsenit bei gewohnlicher Temperatur
zu einer dunkelblauen Fliissigkeit auf; letztere ist jedoch nicht bestandig, d a sie bei langerem Stehen oder Erwarinen Kupferoxydul
auscheidet. Daa Filtrat enthalt dann Arsensaure. Die Ausscheidung
des Kupferoxyduls erfolgt quantitativ, und diese Reaction kann daher
zur quantitativen Bestimmung des Kupfers Anwendung finden. Die
Reaction verlauft nach der Gleichung :
C U ~ A S ~ O T6 K O H = 2Cu:,O aAsO(K3
3HaO.
Im Gegensatze zur alkalischen Liisuug des Kupferarsenits ist die
ammoniakalische so bestandig, dass sic sogar Siedehitze vertriigt,
ohne selbst bei Anwesenhrit von Kalilauge reducirt zii werden.
Zur Analyse wurde der K6rper iu I b p f e r o x y d Ebergefiilirt und
das Arsen rnaassanalytisch bestimmt.
Cur AsgOl. Ber. Cu 49.03, As 29.18.
Gef. 2 48.97, 'I) 29.23.
Beim Erhitzen des Kupferarsenits rublimirt arsenige Saure; das
Arsenit wird zunachst schwarz, bei weiterem Gliihen rothgelb und
behalt beim Erkalten diese etwas rostgelb aussehende Farbung.
+
+
+
+
+
+
+
5. E i n w i r k u n g a u f n e u t r a l e s B l e i n i t r a t .
Fiigt man zu einer iiberschiissigen Liisung von Pb(N03)2 metaarsenigsaures Natrium hiiizu, so erhalt man ein schweres Pulver von
Bleiarsenit; dnsselbe besitzt eine weisse Farbe. Zur Analyse wurde
der Kiirper mit Polysulfiden von Kalium geschmolzen und das Blei
als Sulfat gewogen. Die Bestimmung des Arsens erfolgte maassanalytisch. Die Bildung des Bleiarsenits geht nach folgender Gleichung vor sich:
3 Yb (NO&
Naz As2 0 4 2 HZ0
= PbsAszOs
2 NaNOs
4 IIN03.
Bei gewiibnlicher Ternperatur getrocknet, enthllt der I G r p e r
etwa 7 pCt. Wasser. Beim Erhitzen entweicht keine arscnige Saure,
+
+
+
+
2167
vermathliuh weil das Areenit dieeelbe beim Schmelzen zuriickhiilt,
oder dieselbe in Arsensiiure iibergeht. Dse Bleiareenit wird
erst dunkelgelb, d a m schwarz, [email protected] bei den Randern an zu achmelzen; letztere ffirben sich dabei rothbraun; beim Erkalten erscheint
der Riickstand wieder gelbgriinlich, mit muecheligem Brucbe.
PbsihOs. Ber. Pb 71.62, As 17.30.
Gef.
71.72, n 17.40.
6. E i n w i r k u n g a u f S i l b e r s a l z e .
d u e einer iiberschiissigen Liisung von Silbernitrat wird durch
metaarsenigsaures Natrium ein gelblicher K6rper gefallt von der Znsammensetzung: AgeAs4 09. Die Bildung dieses salzes erfolgt im
Sinne der Gleichung :
6 AgNOJ
+ 2 NasAhO4 + H20
= AgaAs409
+ 4 NaNOs + 2 HNOs.
Gegen Natronlauge verbtilt sich dieses Silberaraenit wie dae von
mir (vergl. diese Berichte 27, 1022, 1023) beechriebene orthoarsenigsaure Silber; es wird zeraetzt unter Ausscheidung von metallischem
Silber und Silberoxyd und unter Bildung von Arsenstiure. Jedenfalls
erfolgt seine Zersetzung gemks der Reactionsgleichung:
+
6 NaOH
AgeAsr09
=4Ag+AgsO+
2 A s O d N a ~ + 3HaO+A&Os.
Dae Silberarsenit wird beim Gliihen unter Sublimation von
arseniger S h r e erst gelblichbraun, dann rothbraun nnd behalt letetere
Farbe beim Erkalten. Zur Analyee wurde durch den Chloretrom
daa Silber in Chlorsilber iibergefiihrt, wtihrend dae Areen maamanalytiecb bestimmt wurde.
Ags&sr&. Bm. Ag 59.54, A S 27.47.
Get
>)
59.41,
27.48.
7. E i n w i r k u n g a u f Z i n k s a l z e .
Werden iiberechiissige LZisungen von Zinkeolfat durch metaarsenigsaures Natrium geffillt, so enteteht ein Zinkarsenit, welches der
Ortho-Reihe von arsenigsauren Salzen angehijrt. Der K6rper e n t
halt gegen 7.7 pCt. Ha 0. Seine Entstehungeweiee veranechadicbt
folgende Gleichung:
SZnSO4
NarAsaO4 + 2 H a 0 = ZnsAsaOs
Nags04 2Haso1.
Aos Ammoniak bt der Kiirper krystallisirbar und darin leicht
IZislich. Die Krystalle beatehen aue Nadeln. Das Areenit iet identiech mit dem von B l o x a m (Chem. SOC.Journ. 15,281) dargeetellten,
+
Barlchre d. D.ehsm. ~ m # d l ~ e b & .Jahrg. X X I I .
+
+
139
2168
welcher dasselbe dadurch erhielt, dase er eine ammoniakalische
L&ung von Binksulfat in Chlorammonium mit gesattigter, wlissriger,
arseniger Siiure fallte. Zur Analyse wurde das getrocknete Arsenit
in Kalilauge geliist , Scbwefelwasserstoff eingeleitet, die Sulfoliisung
abfiltrirt und das Zink als Oxyd gewogen; io einer zweiten Portion
wurde das Arsen maassanalytisch bestirnmt.
ZnsAsnOe. Ber. As 34.01, Zn 44.21.
Gef.
34.07, >> 44.13.
))
Beim Erhitzen sublirnirt arsenige Saure; das Arsenit flirbt sich
dab& grau.
8. E i u w i r k u n g a u f C a d m i u m s a l z e .
Wird iiberschussige Cfidmiumsulfatlosung mittels metaarsenigsaurem Natrium gefallt, SO rrhiilt man einen weissen, flockigen
Niederschlag von Cadmiumarsenit von der Zusammensetzung Cd2AsYOJ.
Getrocknet ist. dieses Arsenit ein schweres Pulver. Die Reaction auf
Cadmiumeulfat nimmt folgrnden Verlauf:
2 C d SO4
+ Naz As2
0 4
+ Hz 0 = Cdz As2 05 + Naz SO4 + HaSO4.
D e r Verlauf ist also dem heim Robaltarsenit ganz ahnlich und
dae gefallte Cadmiurnarsenit gahijrt wie jenes der Pyro-Reihe von
arsenigsauren Salzen an. Der Gang der Analyse war derart, dass
das Arsen als arsensaure Ammoniskmagnesin gefallt und im Filtrat
das Cadmium ale Sulfid abgeschieden wurde. Die Bestimmung dee
Arsens geschah auf maassaualytischem Wege.
Cd9Am05. Ber. As 33.04, Cd 49.34.
Gef.
33.09, x 49.30.
))
Beim Gliihen sublirnirt arsenige Saure, das Arsenit farbt sich
anfangs etwas gelblich, dann schwarzlich-grau; ein Theil desselben
schmilzt gleichzeitig. Von Alkalien wird d s s Cadrniumarsenit nicbt
angegriffen.
9. E i n w i r k u n g a u f Z i n n o x y d u l s a l z e .
Durch Fallung von iiberschiissiger ZinnchloriirlBsung mittels metaareenigsaurem Natrium entsteht ein weisser, kasiger Niederschlag von
Zinnoxydularsenit.
Die Zusammensetzung des Niederschlags entspricht der Formel: SnsAer 0 6 . D e r Verlauf der Reaction wird dur&
nachstehende Reaction interpretirt:
3SnCla + Nrt.lAsa05
+ 2HzO = S Q A S ~ O+~ 2 N a C 1 +
4HC1.
Wie au8 der Gleichung ersichtlich, tritt Salzsaure in freiem Zustande auf, und auf deren Anwesenheit muss der inteneive Geruch
nach Arsenwasseretoff zuriickgefiidrt werden , welcher bei gelindem
2169
Erwarmen der Reactionsliisungen auftritt. (Vergl. d a m meine Abhandlung, diese Berichte 27, 1025.) Das Arsenit wird schwarz ond
e n t h l l t metallisches Arsen. Hier ist der seltene Fall eingetreten, dam
, m e i Reductionsmittel sich gegenseitig reduciren, denn hachstwahrschein'lich ist das abgeschiedeue metallische Arsen mit Arsenzinn verunreinigt. Ueber den Verlauf der Reaction, die auch bei Anwendung
von Alkalien eintritt, vergleiche meine angezogene Abhandlung. Beim
Gliihen wird das Zinnoxydularsenit fast momentan schwarz; es eublirniren arsenige Saure und rnetallisches Arsen.
Zur Analyse wurde das Arsenit mit Kaliumpolysulfid geachmolzen, die L6sung des letzteren mit Magnesiamischung gefiillt,
i m Filtrat das Zinn als Sulfid gefallt und als Zinndioxyd gewogen.
Sn3At;sOe. Ber. As 24.99,
Gef.
))
2.5.04,
Sn 59.00.
x
58.97.
10. E i n w i r k u n g a u f Z i n n o x y d s a l z e .
Werden iiberschiissige Losungen von Zinntetrachlorid mit metaarsenigsaurem Natrium gefallt , so eiitsteht ein weisser, volurniniiser
~
Niederschlag, Jessen Zusnmmeiisetzung der Formel SnlAs2 0 1 entspricht. Reim Eintrocknen nimmt derselbe eine gelbliche Farbe an.
D i e Bildung dieses Korpers lLsst sich durch die Gleichung:
7SnClr
+ Na2 As201 + 13H20 = Sn7A&O17+ 2NaC1+
26HCI
ausdriicken.
Die Methode der Analyse war folgende: Nach der Oxydation der
bei 1300 getrockneten Substanz mit Salpetersaure, wurde dieselbe mit
Ammoniak und Schwefelammonium digerirt, das Arsen als arsensaure
Arnrnoniakmagnesia gefiillt, aus dern Filtrat durch Salzsiiure das Zion
a l s Sulfid abgeschieden und a h Oxyd gewogen.
S n ~ A s p o ~ ?Ber.
.
A s 12.02, Sn 66.18.
Gef. n 12.11,
66.08.
Bei dem Zinnoxydarsenit findet auf Zusatz von Sauren oder Mkalien keine der Reactionen und Zersetzungen statt, wie sie das
Zinnoxydularsenit kennzeichnen. Beim Erhitzen f h b t sich das gelbliche Arsenit duukler , d a m sublimirt arsenige Saure; beirn Erkalten nimmt der Riickstand wieder dieselbe F a r b e an wie vor dem
4316hen.
11. E i n w i r k ung a u f Ei s e n o x y d u 1s a 1z e.
Wird eine iiberechiissige Liisung von schwefelsaurem Eisenoxydal mit metaarsenigsaurem Natrium gefiillt, so entsteht ein hell139'
2170
-
e e r , voluminiiser Niedemchlag von der Zusammensetzung : 2 FeaOa
As2 0
sI). Dieser bellgriine Niederschlag verandert, gihnlich dem Manganarsenit, sehr bald seine Farbe und wird rostgelb. Das Eisenoxydul geht dabei siimmtlich i n Oxyd iiber, wie die Titratioo
mit Kaliumpermanganat und die gesammte Analyse beweisen. Die
Einwirkung auf Ferrosulfat lasst sieh durch folgende Gleichung interpretiren :
4FeSOc
+ Na2As204 + 3 H s 0 + 2 0
= [2FezOs. Asa03]FecAsaOg
+ NazS04 + 3 HaS04.
Die Analyse wurde in der Weise vorgenommen, dass die mittele
SalpetersHure oxydirte Substanz im Wasserstoffstrom mit Schwefel
erhitzt wurde, wodurch sich das Arsen verfliichtigte und das Eisen
als Sulfiir zuriickblieb. Das Amen wurde in einer zweiteii Probe
maassanalytiscb bestimmt.
FaA&Og. Ber. A s 28.95, Fe 43.24.
Gef. >> 28.96,
43.37.
))
Beim GliiLen des Eisenarsenits sublimirt arsenige SBure. Das
Arsenit farbt sich etwas dunkler, braunlich - schwarz . beim Erkalten
nimmt der Riickstand theilweise wieder eine rostbraullgelbe Farbe an.
12. E i n w i r k u n g a n f Qu e c k s i 1b e r o x y d s al z e.
Weiden concentrirte LBeungen von iiberschiissigeni Quecksilberchlorid durch metaarsenigsaures Natrium gefallt, so eotsteht eio
weisser Niederschlag, welcher sich als schweres Pulver leicht absetzt
und durch Decantation in reinem Zustande erhalten wurde. Im Lichte
tritt eine partielle Zersetzung des Kijrpers ein; derselbe wird gelblich. LBsst man Alkalien, Amrnoniak oder Alkalicarbonate darauf
einwirken, so entsteht unter augenblicklicber Schwarzfarbung der
ganzen Masse Quecksilber, neben Quecksilberoxydul. Die Entstehung
dieses Arsenits interpretirt nachfolgende Gleichung:
5HgCla
+ Na2AsaOd + 4 H 2 0 = HgsAsaOs + 2NaCI + 8HCI.
Beim Kochen mit Wasser wird das Arsenit zersetzt, wenigstens
theilweise; es scheidet sich Oxydul hezw. Metal1 Bus, und der KBrper
wird grau-scbwiirzlicb. Dasselbe findet beim Erhitzen des trockneo
Pulvers statt , wobei ein Theil ebenfalls unzersetzt sublimirt, neben
arseniger Slure. Zur Gewichtsanalyse wurden die beiden Componenten als Sulfide gewogen.
tlgsA~hOs. Ber. Hg 78.25, As 11.74.
Gef. * 77.96, >) 11.73.
2171
Das Queclisilberarsenit, HgbAssOa, lost sich nur sehr schwierig
(nach dem Trocknen) in Schwefelsaure oder Salzsiiure; mit metaarsenigsaurer Natriumlosung versetzt, wird es gleichfalls zu Metal1 bezw.
Oxydul reducirt.
Z u s am m e n s t e l 1un g
d e r bei d e r Eiiiwirkung d e s m e t a a r s e n i g s a u r e n N a t r i u m s
a u f M e t a l Is a l z e e r h a l t e n e n R e a u 1 t a te.
Zusammensetzung
I. O r t h o A r s eni t e.
1. Nk AS.)0s-
P j r o - A r sen i t e.
5. Con As1 05
9. Mns Asa 0 s
10. Hgs Ass 0 s
Darstellungsweise
I
[iuct~arreuipsaiire..
Nntriuiii]
Eigenachaften
Ki (Pu0j)a und N c AsaO,
Iiellgriines Pulver, amorph.
Sn CIS
))
gelblicli-weis?, wird von
Oiiuren u. Alkalien unter
Ausscheidnng von metallischem Arren zeraetzt.
n Co(RTO3’2
>
nmethystfnrbene Masse.
m
griiiier, amorphes Pulver.
IUS
n
CuSOr
)
I’eYUI
* MUSO,
’)
’)
griinlich - wcisser Korper,
an der Luft robtfarben
1 werdend. - - weiss, an tler Luft rosa
bis braun werdend.
mcisse Masse. am Lichte
unter Ztmetxung gelblich aerdsnd.
1
gelblicli-weisse Masse.
gelbliclier liorper: v. NaOH
unter nietall. Silberausschoidung zerlegbar.
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