close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

2342942

код для вставки
4575
erlaubt aber, die Bildung des gelbin Arsens aus dem schwarzen uud
seine .Riickuerwandlung in dieses als Vorlesungsvereuch vorzufiibreo.
Uebrigens kam es uns bei unseren Versuchen weniger darauf an,
gelbes Argen darzustellen, als den Apparat auszuprobiren; e r sollte
iins gewissertnaassen als Model1 dienen.
W i r sind augenblicklich
damit ' beschaftigt, ibn durch Verwendung anderen Mnteriales fiir
grossere Temperaturuntetschiede verwendhar zu machen, und wollen
dann ao die Lasung der F r a g e herangehen, ob sich mit ibm auch
gelbes Antimon erhalten lasst. Vielleicht liefert una diese moderne
Modification der D e v i l le'schen warm-kalten Rohre auch noch bei
anderen Stoffen interessnnte Ergebnisse.
E m i l F i s c h e r und U m e t a r o S u z u k i :
Synthese yon Polypeptiden. VII.
D e r i v a t e des Cystins.
[Aus dem I. Chemischen Institut der Universitiit Berlin.]
(Eingegangeo am 15. November 1904.)
'NBch den schiinen Untersuchungen von K. A. H. M i i r n e r ' ) ist
das @stin ein regelmassiger Beatandtheil der achwefelhaltigen Protei'nstoffe, und d a seine Menge in einzelnen Fallen bis fast zu 12 pCt. dee
Oesammtgewichts ansteigt, so spielt es auch in dem Molekiil keines-'
megs eine untergeordnete Rolle. Es schien deshalb von Interease,
polypeptidartige Combinationen dieser geschwefelten Base mit ahderen
Aminosauren herzoatellen, weil derartige Producte aller Wahrscheinlichkeit nach beim successiven Auf- und Abbnu der Protei'ne gebildet werden.
In alkalischer Liisung lasst sich das Cystin in der T h a t leicht rnit
halogenhaltigen Saurechloriden vereinigen und nimmt davon zwei Molekiile ,auf. Wir haben die Versuche mit Chloracetylcblorid, Brompropionylbromid und a-Bromisocaprooylchlorid ausgeflihrt und in allen
Fiilleo krystallinische Producte erhalten. Durch Behandlung mit Ammoniak entstehen daraus die entsprechenden Polypeptide, d a s Diglycyl-,
Dialanyl- und Dileucyl-Cystin. Die schiinsten Eigenschaften von ihneii
besitzt das Alaninderivat, das aus Wssser krystallisirt, wiihqend die
beiden anderen. Combinationen nur in amorpbem Zustand gewopnen
wurden. Das POI^ uns benutzte Cystin war aus Rosshaar durch Kocben
init Salzsiiure gewonneu und derart gereinigt, dass w i t annehmen
konnen, die reine, optisch active Base verarbeitet zu haben. Infolge709.
1)
Zeits-hr. f8r physiol. Chem. 34, 207 [1901].
4576
dessen sind auch alle von uns dargestellten Derivate optisch activ.
Ihre Stereochemie verdient eine besondere Betrachtung, weil sie nicht
allein complicirter ist, als bei den bisher bekannten Polypeptiden,
soiidern auch einen besonderen F a l l darbietet, der unseres Wissens
noch niemals theoretisch oder praktiech behandelt worden ist. D a s
Cystin, C O O H .eH(KHz). CH:, .S.S .CHa. CH (NHZ). CO O H , gleicht
stereochemisch der activen Weinsaure; es besteht aus 2 gleichen Halften
mit j e einem durch Sternchen markirten asymmetrischen Eohlenstoffatom, und es ist deshalb gleicbgultig, a n welcher Aminogruppe Substitution eintritt. Combinirt man nun Cystin mit zwei Molekiilen eines
racemiechen Saurechloride, wie o-Brompropionylchlorid, so kiinnen
drei isomere, optisch active Producte entstehen. Werden die beiden
Stereoisomeren des Saurechlorids mit d und 1 bezeichnet, so hat man
f i r das Di-brompropionylcystin die drei Formen d d , 11 und d l . I n
welchem Mengenverhaltnisse diese drei Producte gebildet werden, lasst
sich theoretisch nicht voraussehen; so vie1 aber kann man nach den
bisherigen Erfabrungen sagen, dase die beiden Combinationen d d und
11 wabrscheinlich annahernd in gleicher Quantitat resultiren werden,
wlbrend die Combination d l unabhangig von den andern ist und deshalb auch das einpige Product der Reaction sein kann. I n Wirklichkeit hltben wir nun das Di-brompropionylcystin :
CIJI.CEI.CO.NN.CH.CH~.S.S.CH~.
CH.NH.CO. CH.CHj
Br
COOH
COOH
Br
als cin Product, das dem Anschein nach einheitlich ist, in einer
Ausbeute von 71 pCt. der Theoiie erhalten. Sollte die genauere
Untersucbung die Homogenitat des Products bestatigen, so mfisste man
aus der Ausbeute den Schluss ziehen, dass es nur die dl-Verbindung
se,in kann. Jedenfalls ersieht man aus der Betrachtung, dass der Aufbau der Polypeptide eine trefflicbe Gelegenheit fiir die Priifung neuer
stereocliemischer I'robleme darbietet.
D i - c 111o r a c e t y 1- c y s t i n ,
CHs .CO .NH.CH.CH,.S.S.CITi.CH.NH.
CO. CHa
. .
c1
COOH
COOH
c1
2 g Cystin werden in 30 ccm Normaluatronlauge geliist und d a m
bei gewohnlicher Temperatur unter kraftigem Schutteln in kleinen
Portionen' abwechselnd 2.3 g Chloracetylchlorid (2.4Mol.) und 20 ccrn
Normaloatronlauge im Laufc von etwa 20 Minuten zugefirgt. Die Fliissigkeit erwiirmt sich dabei schwach und farbt sich gelblich. Sie wird
dann mit 35 ccm Normalsalzsiiure versetzt und 5-6 Ma1 ausgelthert.
Die Itherische Liisung enthiilt den griissten Theil des Chloracetyl-
cystins. Wiil man den in der wiissrigen Fliissigkeit zuriickgebliebenen
Rest noch gewinneu, so verdampft man bei sehr niederem Druck bie
fast zur Trockne und extrahirt rnit Eesigiither. De.r iitherische Auss
zug wird ,nach dem Trockneu rnit Natriumeulfat verdampft; dabei
bIeibt ein Syrup, der sich nach rolliger Entfernung des Aethers im
Vacuumexsiccato; beim Verreibeu rnit Petroltither in einen dicken
Krystallbrei verwandelt. D e r Essigatberauezug verhiilt sich ebenso.
Die Auebeute an kryetallinischeni Product schwankte und betrug
im besten Fall 61 pCt. der Theorie. Zur Reinigung des Rohproducts,
das kleine Mengen Chloressigsaure enthalt, liiet man in wenig Essigiither und fiillt rnit einem Gemisch von Aether und Petrolather. Wird
diese Operation wiederholt, so bleibt der Schmelzpunkt der Krystalle
consfant, Fur die Analyse wurde im Vacuumexsiccator getrocknet.
0 1725,i Sbst.: 0.1937 g GO,, 0.0518 g HsO. - 0.1740 g Sbst : 10.7 ccm
N (,go, 737 km).
6
CloBjrNpSpOsCl,. Ber C 3053, H 3.56, N 7.13.
Gef.
30.63, D 3.34, * 7.11.
Beim' langeamen Kryatallisiren bildet die Substanz farblose, mikroslcopische kleine Prismeu oder Tafeln, die bei 134.5- 136.5" (corr.)
zu einem farblosen Oel achmelzen. Sie ldst sich in Waseer, Alkobol,
EsGgather und Acelon sehr leicht, in Aether dagegen schwer und in
PetrolaBher fast gar nicht.
I ,
"
8
)>
4 ,
Diglycylcystin,
CHa CO . N H C H C H 2 S . S . CH, C H N H . C O C.H 9 .
NH2
COOH
COOH
NHg
-
Erwiirmt man 2 g Di-Chloracetylcystin rnit 10 ccrn Ainmoniak
von 25 pCt. im geechlossenen Gefiisa eine Stunde auf 700, so ist alles
Halogen abgespalten und die Fliissigkeit schwach braunlicli gefiirbt.
Da sie sich bei Zutritt der Luft in der Warme roth fgrbt, so wird sie
i m Vacuum eum Syrup verdampft, der Riicketand in Wasser gelost
und zur Eotfernung des Bromammoniume mit fein gepulvertem Silbereulfat geschiittelt. Nachdem nus dem Filtrat iiberscbkssiges Silber uud
Schwefelsanre in bekannter Weise durch Raryt entfernt siud, wird die
klare Liisung weiter im Vacuum stark concentrirt uiid achliesalich mit
absolutern ~ l k o l i o lwrsetzt. Dadurch wird dae Polypeptid a18 weisee,
amorphe Mssse geftillt. Man wascht rnit Allrohol und Aether, loet
daun in wenig Wasser, klarf init etwas Thierkoble und llisst im Vacnumexsiccator langsam rerdunsten. Dabei echeidet sich das Polypeptid
als farblose, durchsichtige, bnrfe Masse ab, die beim Reiben ein weisaes
Pulver giebt. Leider ist die Krptallisation des Priiparates bis jetzt
nicht gelupgen. Die Ausbeute betrug elwa 60 pCt. der Theorie.
, Fiir-die A n d y s e war in; Vacuum bei 80" getrocknet. '
Bericlite d I?. chem. Gesellschaft. Jalirg. XXXVII.
291
N
0.1825 g Sbat.: 0.2251 g
766 mm).
GO,, 0 0852 g He0 - 0.1755 g Sbst.: 23.7 ccu
(190,
C I O H ~ B N ~ E ~Ber.
O , ~C. 33.90, H 5:08, N 15.82.
Gef. x 38.64, n 5.19, 1p 15.64.
Das Diglycylcystin ist in Wasser leicht, in Alkohol, Aether,
Chloroform, PetrolHfher, Benzol, Aceton, Essigather scbwer loslich.
Es reagirt mit Lacmus sauer una hat keinen constanten Schrnelzpunkt.
Es lost Kupferoxyd in wiiseriger Losung beim Kochen mit blauer
Farbe.
~
’
D i - B r om p r o p i o n y Icystin.
\
Die Darstellung ist dieselbe wie beim Chloracetylderivat, nur verwendet man auf 2 g Cystin 5 g a-Brompropionylbromid (2.4Mol.) Das
Dibrompropionylcjstin wird der angesauerten Liisung durch wiederboltes Ausathern vollig entzogen. Wird die atherische Losung nach
dem Trockuen mit Natriumsulfat verdampft, so bleibt es ale Syrup
zuriick, der sich aber auf Zusatz von absolutem Aether bald in schiine,
farblose Nadeln verwandelt. Auch hier schwankt die Ausbeuie, sie
betrug im besten F a l l an sorgfaltig getrockneter Substanz 7 I pCt. der
Theorie.
Zur Reinigung wird das Product in Essigather geliist und durch
Aether wieder abgeschieden. Die schonen Nadelu, die so erhalten
werden, sind eine lockere Verbiodong des Dibrompropionylcystins mit
Aether. Sie verwittern schon beim Liegen an der Lnft und verwandeln
sich in ein lockeres, weisses Pulver.
Fiir die Analyse w a r nochmal in derselben Weise umkrystallisirt,
und zur Verjagung des Aethers zuerst im Vacuum bei gewohnlicher
Temperator und spater bei 80° mehrere Stunden bis zum constanten
Gewicht getrocknet.
0.1711 g Sbst.: 0.1759 g GO,, 0.0365 g HIO. - 0.1831 g Sbst.: 8.3 ccm N
(180, 762 mm). - 0.2392 g Sbst.: 0.2105 g BaSOh.
C i s H l 8 N ~ S ~ 0 6 B r Ber.
~ . C 25.24, H 3.53, N 5.49, S 12.55.
G e t * 28.52,
3.67,
5.25, 8 12.12.
Die Verbindung scheidet eich am der concentrirten Losung i n
Essighther auf Zusatz von vie1 Aether in langen, schiinen Nadeln ab.
Dieee enthalten, wie oben erwahnt, Aetber und sintern deshalb bereits
gegen 60°. Sie verwittern schon beim Liegen a n der Luft. Zur volligen Austreibung des Aethers ist aber ziemlich langes Erhitzen niithig,
wie oben bei dem nnalyeirten Priiparate axigegeben wurde. Die scharf
getrocknete Substauz schmilzt im Capillarrohr bei 145.5 -146.5”
(corr.) zu einem schwach braunen Oel, welches sich bald nachher
unter Aufschaumen ganzlich zersetzt. In krltem Wasser ist sie echwer
liislich; beirn Kochen damit achmilzt sie und lost sich in reichlicher
4579
Menge. I n Alkohol, Aceton und Eseigiither ist sie leicht, in Aether,
Benzol, PetrolHther aber riel echwerer liielicb.
Dialanylcyetin,
CH3:CH .CO.NH. CH.CH3. S. S.CHg . C H . N H . CO.CH.CHs
..
NHz
COOH
COOH
NH:,
Werden 2 g Brompropionylcystin mit 10 ccm Amrnoniak (25 pCt.)
im geechlossenen Rohr 11/1 Stunde auf 50° erhitzt, 80 ist alles Brom
abgeepalten. Wird dann die Liisung auf dem Waaserbade verdampft,
zurn Schluss unter Zusatz von Alkohol, urn d a s Wasser moglichet zu
entfernen, 80 bleibt ein Gemisch von Bromammonium und Polypeptid
.ah amorpher Riickstand. Dieser wird zuerst rnit etwa 20 ccrn absoIntern Alkobol erwarmt, dann -abgekiihlt uod der Niederschlag nacli
m e ratfindigem Steben abgesnugt, urn den Rest des Bromammoniume
zu ntfernen. Man erwarmt dieses Product mit weuig Wasser, so dam
keiue' viillige Lijsung eintritt und versetzt mit der 6-7-fachen Menge
absol\itern Alkohol, bis keioe Fiillung mehr eiotritt. Das ausgeschiedene ,*Polypeptid wird filtrirt und mit Alkohol ond Aether gewaschen.
Die' Ausbeute betrug 1.25 g oder 83 pCt. der Theorie.
Urn das Praparat zu reinigen, lost man in wenig heissem Waeser
qnd laest langeam im Exsiccator verdunsten. Man erhiilt so mikroskapisch kleine Prismen, die meistens sternfiirmig rereinigt sind.
Ftir die Analyse war im Vacuum bei 80° getrocknet.
~
\
0.157 g Sbst.: 0.2149 g CO?,O O S 3 5 g HiO. - 0.1GL g Sbst.: 20 ccm N
(17O, 759 mm). - 0.518 g Sbst.: 0.619 g BaSOd.
ClsHgpNdSpOs.
Ber.
Gef.
C 37.70, H 5.76, N 14.66, S 16.75.
D
37.33, n 5 91,
10
14.41, n 16.41.
Die Substanz hat keinen Schrnelzpunkt; sie firngt im Capillarrohr;
gegen 215O an sich zu farben und zersettt sich bei hoberer Temperatur Gvollstlndig unter Verkohluog I m Gegensatz t u m Robproduct
ist das reine, krystallinische PrBparat in Waeser echwer liislich, denn
man braucht in der Siedehitze fast die fiinfzigfache Menge. I n Al*kohol, Aether, Acetou, Benzol, Petrolatber ist es noch vie1 schwerer
Gslich. Dagegen wird es I'eicht von Mineralsffuren uod Alkalien geltist.
Fiir die Beatimmung des optiechen Drehungsvermogens dieotc ein besondere sorgfaltig. gereinigtes Priiparat.
Eine Liisnng von 0.2164 g in 5.0865 g Normalsalzsirure, die das spec,
Gewicht 103 hrtte, drehte im 1 Dee-Rohr bei 200 Natriumlicht
mach links.
Mithin [UE= - 192.SO iu silzsrurer Losung.
kiirotation wurde nicht beobachtet
291'
4580
Di - c t - B r o m i s o c a p r o n y l c y s tin.
Zu einer Liisnng von 5 g Cystin in 75 ccm Normal-Natronlauge
f i g t man allmBhlich und abwechselnd bei gewijhnlicher Temperatur
unter starkem Schiitteln 10 g a-Brornisocapronylchlorid und 50 ccrn
Normal-Natronlauge. Nachdem das Chlorid ganz rerbraucllt ist, versetzt man mit 88 ccm Normal-Salzsaure und extrahirt wiederbolt mit
Aetber. Beim Verdampfen der mit Natriumsulfat getrockneten Htherischen Liisung bleibt ein Syrup, der beim Verreiben mit Petrolather
nach einiger Zeit krystalliiiisch wird.
Die Ausbeute an diesem ,Product betrug nach dern Trocknen nuf
einer Thonplatte 8.5 g = 68 pCt. der Theorie. Der Verlust erklart
sich dadurch, dass nicht allea Cystin angegriffen wird; denn beim
oben erwabnten Ausathern der wiiesrigen LOSUD~
entstebt in derselben eiu weisser Niederschlag von unverandertem Cystin, dessen
Menge 1-1.5 g betrug.
Zur Reinigung des Robproducts wird rnehrmals in Aether gelost
und mit vie1 Petrolather gefallt. Will man es krystallisirt haben, so
versetzt man die atherische Losung bis zur Triibuug mit Ligroi'n und
IaESt dano im Exsiccator iiber Paraffin rerduneten. Man erbalt so
n ~ i k r o a k o p i s ckleine,
~
gliinzende, farblose Prismen, die meist buschelfiirmig vereinigt Rind. Fiir die Analyse war im Vacuum bei 800 getrocknet.
0.1806 g Sbst.: 0.2389 g COs, O.OS37 g HsO. - 0.1712 g Sbst.: 6.7 ccm
N (170, 763 mm).
(?ls&o&S~O6Brz. Ber. c 36.36, H 5.05, N 4.72.
Gef.
36.08, n 5.15,
4.66.
Die Substanz hat keinen constantcn Schmelzpunkt, sie beginnt
schon gegen I200 zu sintern und schmilzt allmahlich bis 135O zu
einem O e l , dae sicb unter Schaumen zersetzt. In kaltem Wasser ist
sie schwer IBslich; beim ErwPrmen damit schrnilzt sie und lost sich
tbeilweisc auf. ]In Alkohol und Aceton ist sie leicht, in Petrolather
aber sehr schwer 16slich.
D ileucylcystin.
C, HotCH .CO . N H CH. CHa S S . CHI. CH NH .CO .CH .Cc H9.
N Ha
coon
COOH
N 132
.
. .
.
G g Di-Bromisocapronplcystin werden mit 30 ccm Ammoniak
(25 pCt.) eine Stunde anf 70° erhitzt, dann die LSsung auf dem
Wasserbade, zuletzt unter Zu8atz von Alkohol moglichst zur Trockna
verdampft und apater noch im Vacuumexsiccator auf bewahrt. Beim
Verreiben rnit Aceton verwandelt sich der Riickstand in ein hartes,
a inorplies 1;iilver. Zur Entfernuog des Bromammoninms wnrde diesee
4581
in wenig Wasser geliist und durch Zusatz von wenig Alkohol uud
vie1 Acetau gefzllt. Durch 4-5-malige Wiederhdung gelang es, das
Bromammonium zu beseitigen. Zum Schluaa wurde die Maese noch
mit e l k o h o l und dann mit Aether auagekocbt, endlich in wenig
Wasder ge!iist, mit Thierkohle behandelt nnd d a s Filtrat im Exsiccator eidgeduostet. D e r glasartige Riickatand lieas sich zu einem
farblosen Yulver zerreiben. Laider ist ea nicht gelungen, die Substanz zu krystallisiren. Sie wurde fiir die Analyee bei 800 i m Vacuum getrochnet.
0.1761 g’ Sbst.: 0.2972 g COa, 0.1145 g Boo. - 0.1703 g Sbst.: 16.7 ccm
N (17O, 766 mm).
C1sH,aN,S,Oe. Ber. C 46.35, H 7.30, N 1202.
Gef. n 4G.03, 7.24, n 11.47.
Sie hat keinen’schrnelzpunkt, sondern farbt sich nach vorherigem
Sint rn gegen 178O und zersetrt eich bei hiiherer Temperatur; sie
f
ist iri kaltem Waaser ziemlich leicht liislich, vie1 schwerer wird eie
vonSAlkohol aufgenomrnen und in Aceton, Aether, Benzol iat sie
sehr achwer Ioslich.
,710. J. v. Braun und A. S t e i n d o r f f : Die Aufspaltung
des 2-Methyldihydroindols.
[Aus dem chemischen Institut der Universitiit GBttingen.1
Qingegaogen am 29. November 1904.)
Vor Kurzem’) hat der Eine von uns gezeigt, daes durch Rehandlung aromatischer Acidylderivate cyclischer, secundarer Basen mit Halogenphosphor eine glatte Anfapaltung des stickstoffhaltigen Ringee
erzielt werdeu kann. So lieferte das Benzoylderivat dea einen aechsgliedrigen Ring enthaltenden Piperidins rnit Phosphorpentachlorid j e
nach den Arbeitsbedingungen entweder Benzoyl-~-chloramyl~min
oder
1.5.Dichlorpentan; aus der Benzoylverbindung dea gleichfalls der sechsgliedrcgen Reihe angehiirenden Tetrahydrochinoline konnte Ortho-ycblorp,~opylbenzaniliderhalten werden. Bei dem weiteren Ausbau der
Reactian waren wir zunachst beetrebt, dieselbe auf Ringe Init einer
anderen Gliederzahl als sechs zu iibertragen und wandten uns in erater
Linie dem leicht zugznglichen, einen fiinfgliedrigen Ring enthaltenden
2-Metbyldihydroindol zu.
y i e unsere Vertmche reigten, kann bier eine ganz Phdicbe Oeffnung des stickstoffhaltigen Ringes, wie beim Tetrabydrochinolin erzielt
l)
Diese Berichte 37, 2315, 3310 [1904].
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
369 Кб
Теги
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа