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1938. A
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Sitzung am 13.Juni 1938.
Vorsitzender : A. S c h 1e e d e , Vizeprasident ,
Am 6. Marz 1938 starb nach langerer Krankheit Dr.
CARLJACOB DYCKERHOFF.
Hr. Dr. R. F r e s e n i u s (Wiesbaden) hat uns fogende Angaben zur Verfiigung gestellt :
D y c k e r h o f f wurde am 4. September 1854 als jungster Sohn W i l h e l m
G u s t a v D y c k e r h o f f s , des Grunders der heute in hoher Bliite stehenden
Biebricher Zementfabrik, in Mannheim geboren, wo er auch seine Schulausbildung erhielt und das Abiturientenexamen ablegte. Nachdem er seiner
Dienstpflicht bei den Bruchsaler Dragonern geniigt hatte, widmete sich C a r l
D y c k e r h o f f dem Studium der Chemie an der Technischen Hochschule in
Karlsruhe und den Universitaten Berlin und Gottingen. Unter seinen
Lehrern war wohl A u g u s t K e k u l e derjenige, welcher ihn am meisten beeinfluljt hat. I n Gottingen promovierte D y c k e r h o f f im Jahre 1878. Er
arbeitete dann 11/, Jahre als Betriebsleiter in einer Teerdestillation in Wolverhampton und im Anschlul3 daran bei seinen Briidern G u s t a v und
R u d o l f D y c k e r h o f f in der Biebricher Zementfabrik. Im Jahre 1884
iibernahm er die Leitung der C h e m i s c h e n F a b r i k L i n d e n h o f
C. W e y l & Co. in Duisburg-Wanheimer Ort als Teilhaber dieser Firma.
Von 1901-1905 leitete er des Zentralwerk in Mannheim, das damals aus zwei
Teilbetrieben bestand, die auf dem Lindenhof und auf dem Waldhof lagen.
Als dann im Jahre 1906 die Firma C h e m i s c h e F a b r i k L i n d e n h o f
C. W e y l & Co. an die R u e t g e r s w e r k e iiberging, zog sich D y c k e r h o f f
nach Wiesbaden zuriick. Hier betatigte er sich als Berater verschiedener
Industrien und als Aufsichtsratmitglied mehrerer Aktiengesellschaften, zu
denen er dutch seine Familie oder durch seine friihere berufliche Tatigkeit
in Beziehung stand, so z. B. bei der Firma D y c k e r h o f f & W i d m a n n
und bei der C h e m i s c h e n F a b r i k vorm. G o l d e n b e r g , G e r o m o n t & Co.
Auch am offentlichen Leben nahm D y c k e r h o f f regen Anteil; er trat
als Stadtverordneter und Stadtrat in die Verwaltung der Stadt Wiesbaden
ein und war stets bereit, a n den gemeinniitzigen Aufgaben mitzuarbeiten.
D y c k e r h o f f war ein feinsinniger Mensch, der vie1 Freude an der Musik
hatte und bis ins hohe Alter gern Cello spielte.
Eine letzte gro13e Freude war es fur ihn, da13 die Universitat Gottingen
Anfang d. J. an dern Tag sein Doktor-Diplom erneuerte, an dem er vor
60 Jahren promoviert hatte.
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-
-Am 31. Marz starb nach kurzer Krankheit im Alter von 47 Jahren Dr.
FRANZSCHWEITZER-HENNIG.
Von Hrn. Dr. S c h o n e r , Wolfen, gehen uns folgende Angaben zu:
Zu Neustadt a. d. 0. in Thiiringen geboren, besuchte S c h w e i t z e r vom
Jahre 1910 ab die Universitaten Leipzig und Jena und beendete 1921 sein
Studium, das durch die Teilnahme am Weltkrieg unterbrochen worden war.
Er wurde als Schiiler H. P. K a u f m a n n s mit folgenden Arbeiten promoviert:
,,Synthese hoherer Olefin-Kohlenwasserstoffe mit Hilfe der cis-trans-isomeren
Dijodathene" und ,,Beitrag zur Methodik der quantitativen Trennung von
Aluminium und Magnesium". Seine wissenschaftliche Arbeit bei H. P. K a u f m a n n setzte er bis zum Herbst 1922 fort, um dann als Chemiker in die
Farbenfabrik Wolfen der Agfa einzutreten. Dort widmete er sich der
Auffindung und Bearbeitung von Schwt felfarbstoffen und deren Vorprodukten. Nach kurzer I,aboratoriumstatigkeit wurde ihm die Leitung des
Schwefelfarbenbetriebs iibertragen, in welchem er seine technischen Fahigkeiten so recht entfalten konnte.
Der Deutschen Chemischen Gesellschaft gehorte er seit 1921 als Mitglied an.
.4m 8. Mai verschied in Bremen Professor Dr.
EDUARD GILDEMEISTER.
Hrn. Dr. Fr. H e u s l e r verdanken wir folgenden Nachruf:
G i l d e m e i s t e r entstammt einem alten Bremer Geschlecht, das im
C berseehandel wurzelte. Sein Vater hatte indes einen wissenschaftlichen
Beruf ergriffen und wirkte als Professor fur orientalische Sprachen in Bonn,
wo E d u a r d G i l d e m e i s t e r im April 1860 als zweiter Sohn geboren wurde.
E r besuchte dort das Gymnasium, wandte sich aber friihzeitig dem
Apothekexberuf zu. Da er seine Zehrzeit und zum Teil auch die Gehilfenjahre in Bonn verbrachte, hatte er Gelegenheit, schon in diesen Jahren
Vorlesungen an der Universitat, insbesondere iiber Botanik, zu hiiren. Auch
der Dienstpflicht als Einjahrig-Freiwilliger geniigte er hier im Konigshusarenregiment.
I m Jahre 1884 begann G i l d e m e i s t e r sein Studium an der Universitat
Bonn, a n der damals O t t o W a l l a c h das Extraordinariat fur analytische
Chemie und Pharmazie bekleidete. I m analytischen Saal, unter Heinr.
K l i n g e r als Assistent, arbeitete er gleichzeitig mit F r i e d . Quincke,
E m i l E r l e n m e y e r j u n . und F r . H e u s l e r . Nachdem er in Freiburg i. Br.
das pharmazeutische Staatsexamen bestanden hatte, kehrte er in das
Bonner Institut zuriick, wo er J. B r e d t nahe trat; bald siedelte er als
Hilfsassistent W a l l a c h s in .dessen Abteilung iiber, um die ,Cineolsaure,
das Oxydationsprodukt des Cineols, zu untersuchen. Damals hatte W a l l a c h ,
fast ausschliefilich von seinen alten aus dem Apothekerstande hervorgegangenen Schiilern und Privatassistenten unterstiitzt, seine grundlegenden
Arbeiten iiber die atherischen Ole begonnen, und G i l d e m e i s t e r kam
gerade zur rechten Zeit in die Schule dieses ausgezeichneten Chemikers
und Padagogen.
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Nach seiner Promotion im Sommer 1888 - er sollte Ende Juni dieses
Jahres sein goldenes Doktorjubilaum begehen - folgte er dem Rufe der
Firma S c h i m m e l & Co., welche, damals noch in Leipzig, die Destillation
atherischer Ole betrieb, aber unter ihrem weitsichtigen Chemiker Dr.
B e r t r a m auch stark in chemischer Richtung arbeitete. B e r t r a m und
G i l d e m e i s t e r ubertrugen die Wallachschen Methoden auf die verschiedensten atherischen Ole, um zunachst einmal deren Bestandteile qualitativ
und spater quantitativ kennenzulernen. Qen auf diesem Gebiet damals
weit verbreiteten Falschungen konnte man so auf den Leib rucken, aber
auch zahllose neue Bestandteile wurden in rascher Folge aufgefunden.
Als besonders charakteristisch in letzterer Hinsicht mag das Fenchon,
jenes merkwiirdige Isomere des Camphers, genannt werden, das, in einem
Reinheitsgrad von etwa 99y0 aus dem Fencheld herausdestilliert, W a l l a c h
zur wissenschaftlichen Untersuchung zur Verfugung gestellt werden konnte,
als er im Herbst 1889 nach Gottingen berufen worden war. Die Freundschaft mit seinem alten Lehrer hat G i l d e m e i s t e r , wie alle seine Freundschaften, stets treu gepflegt, und beide haben sich gegenseitig befruchtet ;
G i l d e m e i s t e r konnte dem Gottinger Institut immer wieder Erzeugnisse
der Industrie fur die Forschung vermitteln.
Die Arbeitsergebnisse des Schi mm elschen Laboratoriums wurden zum
groaten Teil in den Berichten von S c h i m m e l & Co. veroffentlicht. Die
hierbei geleistete Arbeit kam G i l d e m e i s t e r zugute, als er im Jahre 1899
im Auftrag seiner Firma gemeinsam mit Dr. F r i e d . H o f f m a n n und
unterstutzt von seinen engeren Arbeitskollegen erstmals sein Handbuch
,,Die atherischen Ole" herausgab. Dieses Werk, welches die Geschichte,
die Gewinnung und die Verarbeitung aller bekannten atherischen Ole und
insbesondere auch die Methoden ihrer chemischen Untersuchung gleich
vollkommen darstellt, ist ein Merkmal deutscher Grundlichkeit. Der ersten
einbandigen Auflage folgte 1910 eine zweite dreibandige ; bald erschienen
Ausgaben in franzasischer und englischer Sprache.
Vor die wichtigste Aufgabe seines Lebens sah sich G i l d e m e i s t e r gestellt, als die Firma S c h i m m e l & Co., deren Leipziger Raume zu eng
geworden waren, ihren Betrieb 1901 nach Miltitz verlegte. Schon die
Wasserversorgung einer so bedeutenden Anlage in der Ebene war schwierig.
Diesen Betrieb hat dann G i l d e m e i s t e r geleitet, zeitweise von einem
Stabe von bis zu 17 Chemikern unterstutzt. Zur Deutschen Chemischen
Gesellschaft trat er in dieser Stellung in Beziehung, indem er seine Firma
in den ihr nahestehenden und sie stutzenden Gesellschaften vertrat.
Als er sich im Jahre 1926 nach Goslar ins Privatleben zuruckzog,
konnte er dort noch sein Handbuch der atherischen Ole in dritter Auflage
herausgeben.
G i l d e r n e i s t e r war in uberaus glucklicher Ehe mit D o r a P o r t i g aus
Bremen verheiratet. Seine letzten Lebensjahre waren durch ein Herzleiden
getrubt, das ihn daran hinderte, seinen mineralogischen und geologischen
Neigungen in den benachbarten Bergen nachzugehen. Er hatte gehofft,
in Bremen Besserung zu finden, und es ist ein tragisches Geschick, daB
er, durch die Vorbereitungen des Umzugs uberanstrengt, noch in Goslar
zusammenbrach und in Bremen sofort das Krankenhaus aufsuchen muate,
das er nicht mehr verlassen sollte.
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___
Am 31. Mai ist in Frankfurt a. M. der Fiihrer der Betriebsgemeinschaft
Mittelrhein der I.-G. F a r b e n i n d u s t r i e A k t i enges el 1s c h a f t Kommerzienrat Dr.-Ing.
LUDWIGHERMA"
nach langer, schwerer Krankheit verstorhen
Der Verstorbene ist 17 Jahre Mitglied unserer Gesellschaft gewesen.
Der Direktion der I.-G. F a r b e n i n d u s t r i e A.-G., Frankfurt a. M.Hochst, verdanken wir folgende Mitteilungen :
Dr. L u d w i g H e r m a n n ist am 10. 4. 1882 in Memmingen geboren.
Nach AbschluS des Chemiestudiums an der Technischen Hochschule in
Munchen arbeitete er als Chemiker in den Kali-Werken in Aschersleben.
Sein besonderes Studium galt dort der Chloralkali-Elektrolyse.
,4uf Grund seiner besonderen Erfahrungen rief ihn im Jahre 1911 die
Werksleitung der Farbwerke vorm. Meister L u c i u s 81 B r u n i n g nach
Hiichst. I n drei Jahren, his zu Beginn des Krieges, war es ihm gelungen,
die erste grol3e Chlorelektrolyse fur Hochst zu einem betriebssicheren und
wirtschaftlichen Verfahren zu gestalten und eine Reihe anderer bedeutungsroller anorganischer Probleme auszuarbeiten.
Nach dem Kriege, in dem er an der Front mit leidenschaftlicher Hingabe seine soldatischen Aufgaben erfullt hat, wurde ihm das Werk Gersthofen
anvertraut. Neben der Losung der technischen Aufgaben traten fast ebenso
starke Anforderungen auf dem Venvaltungsgebiet an ihn heran.
*
Im Vorstande des Arbeitgeberverbandes der chemischen Industrie,
Sektion 8 Bayern, nahm er verdienstvollen EinfluB auf die Beziehungen
zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und wirkte hier stets versohnend
und ausgleichend. Daruber hinaus betatigte sich Dr. H e r m a n n auch auf
dem Gebiete der Sozialversicherung und fiihrte jahrelang den Vorsitz des
suddeutschen Betriebskrankenkassen- Schutzverbandes von Bayern, Wurttemberg, Baden und der Pfalz.
Die dritte Etappe seines Wirkens begann fur Dr. H e r m a n n , der seit
1926 dem Vorstand der I.-G. F a r b e n i n d u s t r i e A.-G. angehorte, als er
im Jahre 1930 in die Betriebsgemeinschaft Mittelrhein der I.-G. ubertrat, deren
Fuhrung er a m 1. Januar 1933 ubernahm.
Nach einem groflziigigen umfassenden Plan erfuhr durch ihn das ganze
Werk Hochst seine neue Gestaltung.
Mit Dr. L u d w i g H e r m a n n verliert die I.-G. F a r b e n i n d u s t i e A,-G.
einen Betriebsfiihrer, der in gleicher Weise durch technisches Konnen und
menschliches Verstehen ausgezeichnet war. Seine groSe menschliche Anteilnahme fur alle seine Gefolgschaftsmitglieder spiegelt sich in der Entwicklung der sozialen Einrichtungen wieder, die das Werk Hochst wahrend seiner
Tatigkeit erfuhr. Der gleichzeitige Ausbau der Fabrikation in technisch
mustergultiger Weise kennzeichnet die wahren Fiihrereigenschaften des Verstorbenen, wie sie allen, die ihn gekannt haben, in liebevoller und dankbarer Erinnerung bleiben werden.
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..
-4m 3. Juni 1938 starb in Florenz Professor Comm.
GUIDOPELLIZZARI,
emeritierter Professor an der Universitat Florenz.
Die Rgl. U n i v e r s i t a t E'lorenz stellte uns folgenden Nachruf zur
Verfugung :
G u i d o P e l l i z z a r i entstammte einer der ersten toskanischen Familien.
Er wurde am 30. Oktober 1858 in Florenz geboren. Nach seiner ersten
Ausbildung in privaten und offentlichen Schulen seiner Vaterstadt schrieb
er sich im Jahre 1878 am R. Istituto di Studi Superiori ein, getreu der
Tradition der Familie, die der Wissenschaft eine Reihe hervorragender
Forscher und Gelehrter geschenkt hat. Im Jahre 1880 erlangte er das
Licentiat der Naturwissenschaften und promovierte 1882 mit Auszeichnung
in Allgemeiner Chemie unter der Leitung von H u g o Schiff.
Gleich nach der Promotion wahlte ihn Schiff trotz seiner Jugend
zum Assistenten am Lehrstuhl fur Allgemeine Chemie. Hier eroffnete
er seine glanzende Laufbahn mit einer Reihe bedeutender Arbeiten auf dem
Gebiet des Guanidins im besonderen und der stickstoffhaltigen Verbindungen
im allgemeinen. Im Jahre 1859 wurde ihm die Lehrberechtigung und im
selben Jahre der Lehrstuhl fur Allgemeine Chemie a n der Universitat Catania
iibertragen. Dort las P e l l i z z a r i bis 1891 uber Chemie, Mineralogie und
Geologie. Am 1. November 1891 folgte er dem einstimmigen Ruf der Fakultat
der Wissenschaften der Universitat Genua und lehrte dort Allgemeine Chemie,
bis ihn die Pharmazeutische Pakultat des R. Istituto di Studi Superiori zu
Florenz im Jahre 1916 auf den Lehrstuhl fur Pharmazeutische Chemie
berief, der durch seine Vorganger A u g u s t o P i c c i n i und Angelo Angeli
beriihmt geworden war. Auf dem Lehrstuhl in Florenz, wo er auch die
Nahrungsmittelchemie vertrat, verblieb er bis zu seiner Emeritierung im
Jahre 1933.
I n der Heimat wie im Ausland erkannte man bald die Bedeutung der
aul3erordentlich fruchtbaren Tatigkeit P e l l i z z a r i s , besonders auf dem Gebiet
der organischen Chemie. Seine Arbeiten, die neben ihrer bewundernswerten
Genauigkeit den Stempel personlichsten Forschergeistes tragen, f olgten sich
ununterbrochen uber vier Jahrzehnte, und auch in den Jahren nach
seiner Entpflichtung besuchte er taglich sein altes Laboratorium, urn sich
uber die letzten Fortschritte der Wissenschaft auf dem laufenden zu halten
und seinen ihn verehrenden Schiilern den unerschopflichen Schatz seiner
Erfahrung zur Verfugung zu stellen.
Sein Werk fand reiche Anerkennung. Vor allem sei der Preis des
Kanigs genannt, den ihm die Accademia dei Lincei irn Jahre 1925 zuerkannte.
Die meisten wissenschaftlichen Akademien des In- und Auslandes zahlten
ihn zu ihren Mitgliedern, so unter anderen die R. Accademia dei bincei,
die R. Accadernia delle Scienze zu Turin, die Accademia Gioenia zu Palermo,
die Italienische, die Deutsche und die Franziisische Chemische Gesellschaft.
Er war Vizeprasident der Italienischen Chemischen Gesellschaft. Viele Jahre
war er Vorsitzender der Fakultat fur Mathematik, Physik und Naturwissenschaften a n unserer Universitat. Er war Mitglied der Provinzialgesundheitsrate von Catania, Genua und zuletzt von Florenz.
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~
\Ton aul3erst bescheidenem Wesen und jeder Ehrung abhold, machte
er kein Aufheben von seinen zahlreichen Verdiensten ; seine Befriedigung
fand er in seinen Arbeitsraumen inmitten seiner Schiiler, die er liebte und
vaterlich betreute. Viele von ihnen haben sich auf dem Weg, den er ihnen
gewiesen hat, in Wissenschaft und Forschung bewahrt, einige haben I,ehrstuhle a n der Universitat erlangt, wo sie die Tradition des Meisters aufrechterhalt en.
P e l l i z z a r i liebte sein Vaterland gluhend und nahm lebhaften Anteil
an den Geschehnissen des Weltkrieges, wahrend dessen er seinen wertvollen
Beitrag als Gelehrter in besonderen Aufgaben leistete, die ihm afters vom
Ministerium ubertragen wurden. Er war ein begeisterter Anhanger der politischen Erneuerungsbewegung des neuen Italiens und schon friihzeitig Mitglied der Faschistischen Partei.
Die Anwesenden ehren das Andenken a n die Toten durch Erheben
von den Sitzen.
Bei den Feierlichkeiten zu Ehren von B e n j a m i n F r a n k l i n vom
19.-21. 5. 1938 in Philadelphia hat uns Hr. A. Binz vertreten.
Der Prasident vertrat die Gesellschaft bei folgenden Veranstaltungen :
Am 31. 5. in Berlin bei der 27. O r d e n t l i c h e n H a u p t v e r s a m m l u n g
der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft z u r F o r d e r u n g d e r Wissens c h a f t e n , vom 1 . 4 . 6. in Breslau bei der 43. H a u p t v e r s a ' m m l u n g
d e r D e u t s c h e n B u n s e n g e s e l l s c h a f t und vom 7.-11. 6. in Bayreuth
bei der 51. H a u p t v e r s a m m l u n g d e s V e r e i n s b e u t s c h e r Chemiker.
Als Mitglieder treten der Gesellschaft w i e d e r bei:
Hr. M e h l i t z , Dr. A , , Konigin-Luise-Str. 22, Berlin-Dahlem.
S o c i a s - V i n y a l s , Louis, Apartado 555, Fabr. de prod. quirn y farm,, Bilbao
(Spanien).
W e s s e l y , Prof. Dr. Fritz, Wahringerstr. 38, Wien I X .
G u n d l a c h , Dr. A , , Boeddinghausstr. 13, Wuppertal-Sonnborn
B e i s c h e r , Dr. D.. Sonnenbergstr. 34, Stuttgart-S.
Goe ze, Dr.-Ing. Giinther, Ltiwenberg/Schlesien.
F r i t z m a n n , Dr. Ernst, Narva Flachsmanufactur, Narva (Estland).
W a r t h , Dr.-Tng. C., i. Fa. Chemische Fabrik Lowenberg Dr. Warth & C o . ,
Lowenberg/Schlesien.
Als M i t g l i e d e r werden a u f g e n o m m e n die in der Ordentlichen
Hauptversammlung vom 7. Mai 1938 Vorgeschlagenen, deren Namen auf
Seite 153 von Teil A der ,,Berichtea' [1938] veroffentlicht sind.
Als M i t g l i e d e r werden v o r g e s c h l a g e n :
H r . K i r c h , Dr.'Ing. A., Hohestr. 48, Dresden-A. 27 (durch H. M e n z e l und
M. B o e t i u s ) .
,, H o f f m a n n , Dietbert, Wangenheimstr. 37, Berlin-Grunewald (durch A. S c h l e e d e
and K. L e s c h e w s k i ) .
,, H o f m a n n , Dr. Heinr., Schroderstr. 51, Heidelberg (durch J. v. B r a u n und
R. K u h n ) .
,, B l u m e n f e l d , Georg, Thomasiusstr. 18. Berlin NW 40 (durch H. S c h e i b l e r
und W. K r a b b e ) .
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-
Hr. M o h s , Ernst, Marbacher Weg 6, Marburg/Lahn (durch K . B r a n d und E. Weitz).
,, F r i t z , cand. ing. Helmut, Kopenicker Str. 30a, Berlin SO 16 (durch H. S c h e i b l e r
und W. K r a b b e ) .
,, K i i h l , Eberhard, Wilskistr. 60, Berlin-Zehlendorf (durch H. F r i e s e und H . F i i r s t ) .
,, D e c k e r , cand, chem. W., Bismarckstr. 24, Berlin-Wannsee (durch F. K r o h n k e
und E. T h i l o ) .
,, B u c h h o l t z , Dr.-Ing. Herbert, Heckenweg 41, Wittlaer (durch R. W e i d e n h a g e n und M. Pfliicke).
Frl. B l u m e n k a m p , Marg., Alsenstr. 11. Berlin NW40 (durch G. A. B e c k e r und
A. B e c k e r ) .
Hr. P o t n o v i c k i , Herbert, Borsigstr. 5, Berlin N 4 (durch K. L o h m a n n und R.
We i d e n h a g e n).
,, H i r a y a m a , Dr. Shinichi, Nippon-Koryo-Yakuhin-Kaisha, 3 chonic, Wakino.
hama, Kobe (Japan) (durch M. K o t a k e und R. W e i d e n h a g e n ) .
,, A r i m a , Prof. Dr. T., Tairiku-Kagakuin, Shinkyo, Manchoukuo (durch M.
K o t a k e und R. W e i d e n h a g e n ) .
,, D r e s s l e r , Dr. Helm., Schweidnitzer Str. 62,' Saarau, Krs. Schweidnitz (durch
P. S c h l o s s e r und R. W e i d e n h a g e n ) .
,, H a e v e c k e r , Dr. Herbert, Jonas-Str. 5, Berlin N W 21 (durch M. P f l i i c k e und
R. W e i d e n h age n).
,, Me r t z , cand. chem. Gustav, Wilmersdorfer Str. 42, Berlin-Charlottenburg 4
(durch H . F i i r s t und E. C l o t o f s k i ) .
,, H o l z e r , Dr. Hans, SeestraDe, Steckborn (Schweiz) (durch F. M,iiller und L.
R u z i c ka).
,, T e t s c h , Dr. Chr., Teilestr. 16, Berlin-Tempelhof (durch W. H e u b n e r und H.
W i s s e b a c h).
P
o
h l s , Dr. Paul, Viktoriastr. 64, Elberfeld (durch H. H o r l e i n und F. S c h o n ,,
hofer).
,, B r u n s , cand. chem. Werner, Wollankstr. 134, Berlin-Pankow (durch P. B a u m g a r t e n und E. Thilo).
,, S t a d e , Dr. Walter, Ernst Lehmann-Str. 11, Ludwigshafen/Rh. (durch F.
G i i n t h e r und W. R e p p e ) .
,, Off e , Hans-Albert, Central Johore Federated Malay States, c / o . Revertex Ltd.,
Kluang (durch A. B u t e n a n d t und R. T s c h e s c h r ) .
,,
L o r a T a m a y o . Prof. Manuel, Vnivcrsidad, Sevilla (Spanien) (durch F. l7rJ1di
und R. W e i d e n h a g e n ) .
,, W i l c o x , Jerome K.. University of California, Library, Berkeley, Cal. (USA)
(durch H. H a r r a s s o w i t z und K. T h o m a s ) .
,, L o r e n z i n i , Dir. Prof. Giovanni, Via Anelli 1 , Milano (Italien) (durch R.
W e i d e n h a g e n und M. P f l i i c k e ) .
,, G r u n w a l d , Dr. Wilh., Prinzenstr. 1, Gottingen (durch A. W i n d a u s und H .
v. W a r t e n b e r g ) .
,, F e t t b a c k , Helmut, Lacknetstr. 2, Berlin-Siidende (durch H. S c h u l z und W.
H e r r m a nn).
,, W i n t e r , Otto, Nogatstr. 11/12, Berlin-Neukolln (durch H. S c h u l z und W.
H e r r m a nn).
,, E m m e r i c h , Dr. Wilh., Escola Superior de Agricultura, Vicosa. Est. de Minas,
E. F. Leopoldina (Brasilien) (durch K. S l o t t a und R. R h e i n b o l d t ) .
,, K u t z e l n i g g , Dr.-Ing. A,, Blurnenstr. 21, Homberg-Niederrhein (durch B.
U e b l e r und M. Pfliicke).
,, S i m o s a t o , Z., Kaisan-dBri, 1-TyBme, Sakai-si, Osaka (Japan) (durch Y.
A s a h i n a und M. Y a n a g i t a ) .
1938. A
170
-
Frl. D a m m a n n , Dr. Else, Albrechtstr. 52, Berlin-Steglitz (durch F. F. N o r d und
R. W e i d e n h a g e n ) .
Hr. W a t t e n b e r g , Dr. Phil. Herrn., Inst. f. Meereskunde d. Univ. Kiel, Kitzeber:,.,
Post Heikendorf u. K i d (durch 0. D i e l s und H. K l e i n f e l l e r )
,, K i e m s t e d t , Dr. Hugo, Berliner Str. 36, Berlin-Tempelhof (durch R. W e i d e n h a g e n und M. P f l i i c k e ) .
Neu erschienene Veriiffentlichungen der Gesellschaft:
B e i l s t e i n s Handbuch der organischen Chemie. 4. Aufl. I. Erganzungswerk. Band XXVI und XXVII. Berlin 1938.
G m e l i n s Handbuch der anorganischen Chemie. 8. Aufl.
System-Nr. 25: Caesium (Lfg. 1). Berlin 1938.
System-Nr. 27: Magnesium (Teil B - Lfg. 2). Berlin 1938.
System-Nr. 63: Ruthenium. Berlin 1938.
Fur die Bucherei ist als Geschenk eingegangen :
3704. R h e n a n i a - Ossag M i n e r a l o l w e r k e A.-G. H a m b u r g .
ole. Berlin 1938.
Isolier-
N e u a n s c h a f f u n g e n d e r Biicherei:
3706. B i n k l e y , Robert C. Manual on methods of reproducing research
materials. Michigan 1936.
3703. E l l i s , Carleton. The chemistry of petroleum derivatives. New
York 1934. Vol. 11. New York 1937.
3015. E u c k e n , A. und J a k o b , M. Der Chemie-Ingenieur. Bd. 111.
Chemische Operationen. 11. Teil. Apparative Durchfiihrung chemischer Operationen. Leipzig 1938.
2543. G u s t a v s o n , K. H. Stiasny-Festschrift. Darmstadt 1937.
3679, K n a p p , Arthur W. Cacao fermentation. London 1937.
2498. K o h l r a u s c h , K. W. F. Der Smekat-Raman-Effekt. Erganzungs, band 1931-1937.
(Struktur und Eigenschaften der Materie.
Bd. XIX). Berlin 1938.
3705. T o t t i n g h a m , William Edward. Plant biochemistry. Minneapolis 1937.
I n der Sitzung wurden folgende Vortrage gehalten :
1. P. W u l f f (Munchen): Leitfahigkeit und Assoziation in nichtwal3rigen
Losungsmitteln.
2. E. J e n c k e l : Physikalisch-chemische Untersuchungen a n Glasern und
Kunstharzen.
Der Schriftfuhrer .
R. W e i d e n h a g e n .
Der Vorsitzende:
A. S c h l e e d e .
B e r i c h t i g u ng.
Jdhrg. 71 (A) /1938], H e f t 6, S 133 (G B B o n i i i o , Organistlir Cheniie uncl
S?-mmctrie) ist In Tafel 3 111 streichen: ' R (doppelt) T, (dreifach) ,dritteundfunfte
-_
Spalte der Tafel].
~
}
Verantwortllch: a) fur den M a l t : Prof. Dr. H. Leuchs, Berlim; b) fiir den Auzeigenteil: A. B u r g e r ,
Berlin-Tempelhof.
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- Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 3. MIHrkische D r u o k a n s t a l t W.E e n t s c h e l K,-Q., Berlin N 65. - Verlag Ohemie, Q. m. b. H., Berlin W 35.
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